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1. Adventssonntag: "Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam" (Mk 13,37)

Advent, eine "heimelige" Zeit im Lichterglanz. Die "deutsche" Weihnacht ist weltberühmt – wenig geeignet, sich für Andere, Andersartige, Fremde zu öffnen? Astronomen gelten nicht als fromm, Astrologie begegnet als billige Zeitungsprophetie – da fordern uns die "Sterndeu-ter aus dem Morgenland" (Mt 2) und die großen Himmelszeichen des heutigen Evangeliums heraus.

Die Magier, zoroastrische Priester, sollen Männer in drei Lebensaltern gewesen sein. Vielleicht deutete der alte Melchior mit seiner Erfahrung und wartenden Wachsamkeit die Sternkonjunktion richtig, und der junge Caspar hatte die nötige Aufbruchsbereitschaft – nur gemeinsam kamen sie an! Das Wort an alle: "Seid wachsam!" ruft uns auf: Lernt voneinander mit verschiedenen Zugängen, die Zeichen der Zeit zu lesen, um das Leuchten des verborgenen Angesichts Gottes im Leben zu entdecken (Jes 63,6). Tragt eure Erfahrungen und Deutungen zusammen, sucht den gemeinsamen Leitstern und achtet auf eure tiefste gemeinsame Sehnsucht. Und dann macht euch miteinander auf den Weg, das Heil zu suchen und das Heilende zu leben.

Von welchen "Anderen" erwarte ich nichts, misstraue ihnen, distanziere ich mich (Ältere oder Jüngere, andere Professionen, andere Bekenntnisse, junge/alte Kirchen....?) Wie kann ich achtsam unser Gemeinsames suchen und mit ihnen dem Leben dienen?


Text: Ilga Ahrens, Mitglied der "Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionsschwestern"

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