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Ein Funke Hoffnung – europäisches Junioratstreffen in der Ukraine

Die letzte Woche verbrachten wir 18 Juniorats-Schwestern aus ganz Europa mit unseren Junioratsleiterinnen bei unseren Schwestern in der Ukraine. Communio zu leben – miteinander in Gemeinschaft zu sein: das versuchen wir Steyler Missionsschwestern überall auf der Welt zu leben. Arnold Janssen und Mutter Josefa kamen eigens in die Ukraine zu Besuch um zu hören, wie denn nun das Gemeinschaftsleben der jungen Schwestern in Europa so gelingt. Es war spannend zu erfahren, wie vielfältig die Tätigkeitsfelder und Erfahrungen der unterschiedlichen Schwestern sind. Dennoch bilden der Kontakt mit sozial benachteiligten Menschen, eine gute Ausbildung im theologischen Bereich und die Arbeit mit jungen Menschen einen klaren Schwerpunkt.
Den Kreis dieser Gemeinschaft weiteten wir, indem wir durch unterschiedliche Gäste hörten und sahen, wie die Revolution der Würde im Jahr 2014 die Situation in der Ukraine veränderte. Die monatelangen friedlichen Proteste der Bürger/innen wurden im Februar 2014 von der Polizei gewaltvoll beendet. Viele Ukrainer verloren dabei ihr Leben. Nach der Flucht des Präsidenten folgte die Annektion der Krim durch Russland und der Krieg im Osten der Ukraine begann. Seitdem sterben Tag für Tag Menschen in den umkämpften Gebieten.
Wir erfuhren von den prekären Lebensbedingungen der ukrainischen Soldaten und Zivilisten in den Kriegsgebieten, von der großen Solidarität der Ukrainer untereinander und von dem außerordentlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Auch unsere Schwestern teilten mit uns ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einer Organisation von Christen, die in der Grauzone der Kriegsgebiete die dort zurückgebliebenen Menschen besuchen und versorgen. Dabei handelt es sich meist um alte und kranke Menschen, aber auch Kinder sind in dieser Gegend weiter anzutreffen.
Betroffen von der schweren Geschichte des Landes, aber auch berührt von dem, was möglich ist, wenn man mutig versucht solidarisch zu leben, schien in all dem Tod und Elend ein Funke Hoffnung auf.
Diese Hoffnung wurde noch größer als wir gemeinsam mit unserer Mitschwester Svitlana ihre ewigen Gelübde feierten. Für uns deutsche Schwestern war es ein Geschenk, an dieser Feier teilnehmen zu können, da Sr. Svitlana drei Jahre ihres Juniorats in Deutschland verbracht. Die Gemeinschaft mit ihr, die in dieser Zeit entstanden ist, wird auch künftig über Ländergrenzen hinweg bestehen bleiben: Sr. Svitlana erhielt die Missionsbestimmung für ihr Heimatland – um im Einsatz für die Menschen selbst ein Funke Hoffnung für sie zu sein.