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Rosen sollen auf die Erde regnen

Nach fast 90 Jahren haben unsere Schwestern am vergangenen Sonntag (1.10.) mit einem stimmungsvollen Gottesdienst ihre Präsenz in Moos am Bodensee beendet. Doch etwas Neues ist schon in Planung.

Sehr viele Gäste kommen von nah und fern, um von der Schwesterngemeinschaft im Kloster Moos Abschied zu nehmen: Nachbarn, Mitglieder der Kirchengemeinden Mariabrunn und Eriskirch, Dekan Hangst vom Dekanat Friedrichshafen, der Pfarrer der Seelsorgeeinheit Seegemeinden, Ulrich Steck, der Steyler Mitbruder und Pfarrer von Aulendorf Pater Anantham Antony SVD, der auch dem Gottesdienst vorsteht, heutige und ehemalige Angestellte, langjährige Gottesdienstbesucher und Gäste, der neue Bürgermeister von Eriskirch, Arman Aigner, Matthias Ruf, Vorstand der St. Elisabeth-Stiftung, Steyler Missionsschwestern aus ganz Deutschland sowie Sr. Lioba Brand aus Rumänien. Die Kirche kann die vielen Besucher kaum fassen. Auch der Himmel will den Schwestern eine Freude bereiten und schickt warme Sonnenstrahlen.

Der Festtag der Hl. Therésè von Lisieux, ein "Hochfest" im ehemaligen St. Theresienheim, bildet den Rahmen für den Abschiedsgottesdienst der Mooser Schwesterngemeinschaft. Es regnet zwar vom Himmel keine sichtbaren Rosen, aber die Besucher werden mit selbst gebastelten Rosenkarten empfangen und die Kirche ist mit vielen dunkelroten Rosen geschmückt. Die "Band" der Familien Ihn-Huber sorgt für eine hervorragende musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und bringt Schwung in den Gesang.

Zu Beginn des Gottesdienstes gibt Sr. Anna-Maria Kofler, Leiterin der deutschen Ordensprovinz der Steyler Missionsschwestern, einen kurzen geschichtlichen Überblick über die 88-jährige Geschichte des "Theresienheimes". Der Blick zurück erfüllt die Schwesterngemeinschaft mit Dankbarkeit für Gottes Führung und Segen. Auch wenn der Abschied die Schwestern mit Wehmut erfüllt, wissen sie doch, dass sie zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Es wird sich Vieles ändern, aber es geht weiter. Im Advent werden die Steyler Missionarinnen Bernadette Dunkel und Dorothee Laufenberg mit einem neuen Pastoralkonzept in Moos starten.

In seiner Predigt skizziert Pater Anantham kurz das Leben der "kleinen" Theresia. Wie sie ihre Liebe zu Gott in der Sorge um das Wohl der Menschen ausdrückt, haben dies auch die Schwestern im St. Theresienheim getan.

Am Ende der Eucharistiefeier koordiniert Sr. Antonia Schmid die verschiedenen Redner, die sich bei der Schwesterngemeinschaft bedanken. Einige bringen kleine Geschenke und rote Rosen für die Abschiednehmenden Schwestern mit. Besonders beeindruckend sind die sehr persönlichen Erfahrungen mit Moos seit 1952 bis heute, die Frau Christa Ihn anschaulich schildert.

Nach dem Gottesdienst sind alle zu einem Umtrunk und zur Begegnung im Saal unter der Kirche eingeladen. Eine Ausstellung zeigt kurz und eindrücklich die Geschichte des Hauses in Texten und Bildern. Viele Gäste folgen der Einladung und es kommt zu guten Begegnungen und lebhaftem Austausch.

Das Leben geht weiter und Gott wird mit den Scheidenden und denen, die zurückbleiben, unterwegs bleiben.

Text: Sr. Gabriele Hölzer SSpS / Fotos: Harry Kleiner, Maria Müller SSpS

Ausstellung

Klicken auch Sie sich durch die Ausstellung "Geschichte des Gästehauses St. Theresia 1929-2017"