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„Strahle Licht in diese Welt“ - Pfingstnovene

In Verbindung mit der ganzen Kirche begannen wir am 26. Mai 2017 unsere Pfingstnovene als Vorbereitung auf das Hochfest Pfingsten – für uns Dienerinnen des Heiligen Geistes und den Mitgliedern der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft eine besondere Zeit.
Wir bitten inständig um das Kommen des Heiligen Geistes in unsere Welt. Wie sehr diese Welt zerrissen ist, spüren und erfahren wir tagtäglich durch die Geschehnisse auf dieser Erde durch die Terroranschläge und Kriege in Ägypten, Afghanistan, Großbritannien, Frankreich, Syrien, auf den Philippinen und in anderen Teilen der Welt – in nie enden wollendem Hass. Dagegen setzten wir die Liebe Gottes, des Heiligen Geistes, für uns Menschen durch unser Gebet.
Sr. Lucia Regina Theves und Sr. Agnes Benedicta Lauer gestalteten diesen meditativen Gottesdienst jeden Tag mit je einem Mitglied der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft.
Das Thema der Novene lautete: „Strahle Licht in diese Welt“. Es wurde dazu die Renovabis-Pfingstnovene zugrunde gelegt. Jeden Tag wurde sie jeweils in ein Unterthema ausgefaltet:
Erster Tag:    Sehnsucht nach dem Licht
Zweiter Tag:    Begeisterung erhellt die Welt
Dritter Tag:    Gottes Gegenwart in der Einsamkeit
Vierter Tag:    Durst nach Liebe
Fünfter Tag:    Quelle in der Wüste
Sechster Tag:    Barmherzig handeln
Siebter Tag:    Würde des Volkes Gottes
Achter Tag:    Gott die Treue halten.
Nach einer kurzen Einleitung begann die Novene immer mit einer gemeinsamen Anrufung zum Heiligen Geist und einem Gebet.
Der anschließende Impuls, vorgetragen von einem Herrn oder einer Dame der MHGG, vertiefte das Unterthema des betreffenden Tages. Es folgte ein Schrifttext aus dem Buch eines Propheten, ein Psalm, eine Lesung aus dem Römerbrief und dem 1. Petrus-Brief oder ein Abschnitt aus dem Evangelium.
Die persönlichen Zeugnisse von Frauen und Männern, vor allem auch jungen Menschen aus Weißrussland, Sarajewo, Speyer, Brasilien, Italien, Argentinien, Kanada und Kroatien, die in ihrer Situation um einen guten, sinnvollen Lebensweg ringen, zeigten uns, wie sich ihr Leben unter der Führung des Heiligen Geistes verändert.
In Liedern, Taizé - Gesängen, Kehrversen und einem feststehenden, besonderen Novenengesang aus Versen nach dem Johannesevangelium: „Herr, sende uns Deinen Geist, dass er uns durchglühe und erfülle…“ beteten wir inständig um das Kommen des Heiligen Geistes in unsere Welt.
Die vorgetragenen Fürbitten umspannten die Sorgen, Nöte, das Elend und Leid des ganzen Erdkreises. Vor allem trugen wir auch die aktuellen Ereignisse in Politik, Wirtschaft und Kirche dem Herrn vor mit der Bitte: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.

Das Vaterunser, das Schlussgebet und der Segen mit einem anschließenden Marienlied beendeten die Novene.
So wie Maria und die Apostel im Abendmahlssaal versammelt waren und auf die Ankunft des Heiligen Geistes warteten, so wollen auch wir uns ihm öffnen und uns bereiten, wie es in einem Lied zum Heiligen Geist (Gl 346) so treffend ausgedrückt ist:
„Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes, komm!
Komm, du Geist, durchdringe uns.
Komm, du Geist, kehr bei uns ein.
Komm, du Geist, belebe uns,
wir ersehnen dich…

Auch über die Zeit der Novene und Pfingsten hinaus.

Sr. Samuella Assmann