Trigger

Verstärkung für die Mission in Griechenland

Vor drei Monaten machten sich drei Schwestern für ein gemeinsames Europäisches Projekt auf den Weg zu den Flüchtlingen nach Griechenland. Schon damals war klar, dass sie nicht zu dritt bleiben würden. Heute endlich ist die vierte Schwester, Sr. Preethi Silva aus Indien, zu ihnen gestoßen.

Sr. Preethi war von Anfang an für das Projekt mitbestimmt, doch konnte sie vor knapp drei Monaten, als die Schwestern Ada, Rastislava und Clara nach Griechenland aufbrachen, noch nicht dabei sein, weil sie noch kein Visum hatte. Dieses Visum hat sie nun vor zwei Tagen bekommen – und schon heute saß sie mit Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler im Flugzeug nach Athen. Die 36-Jährige Inderin hat in den letzten Jahren eine Schule im Nordosten Indiens aufgebaut und ist damit geübt in Pioniersarbeit. Über Jahre hat sie der Wunsch, auch einmal außerhalb Indiens als Missionarin zu wirken, nicht losgelassen. Zuletzt wollte sie eigentlich nach Brasilien. Doch als die Anfrage von Rom für Griechenland kam, war sofort klar, dass sie Ja sagen würde. Über die Medien hatte sie schon einiges über die Situation der Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, mitbekommen. Bereits in Indien hatte sie auch begonnen erste Kenntnisse in zwei neuen Sprachen zu erwerben, die ihr in der neuen Aufgabe zugutekommen werden: Griechisch und Arabisch.

Die letzten Wochen des Wartens auf ihr Visum hat Sr. Preethi bereits auf Europäischem Boden, nämlich in Steyl, verbracht. Dort hatte sie nicht nur Gelegenheit die Gründungsstätte der Steyler Ordensfamilie kennenzulernen, sondern auch kurzfristig am Erneuerungskurs einer Gruppe von Schwestern, u.a. aus Indien, teilzunehmen. Von dieser Gruppe und vielen Schwestern der Gemeinschaft in Steyl wurde sie dann heute auch ausgesandt. In der Kreuzkapelle des Herz-Jesu-Klosters trafen sich die Schwestern 15 Minuten vor Abreise zu einer kurzen Sendungsfeier, in der Sr. Preethi ein Sendungsgebet sprach und von allen Anwesenden für die neue Mission in Griechenland gesegnet wurde. Nicht ganz drei Monate zuvor waren ihre drei Mitstreiterinnen ebenfalls von diesem Ort ausgesandt worden. Sr. Anna-Maria Kofler erinnerte noch einmal an die Worte, die der Jesuit und Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) in Europa, P. Jose Ignacio Garcia, den Schwestern damals mit auf den Weg gab: "Oft werden deine Fähigkeiten gefragt sein, aber noch öfter deine Liebe."

Unsere Schwestern in Griechenland arbeiten eng mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) zusammen. Sie organisieren Programme für die Flüchtlinge, kümmern sich um Kranke und Alte, organisieren die Abläufe in der Küche und begleiten junge freiwillige Helfer, die besonders aus Frankreich, Spanien und Portugal kommen. Die Mission in Griechenland ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Provinzen, das nun mit Sr. Preethi auch Unterstützung aus Asien bekommt.