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Karfreitag im Dreifaltigkeitskloster - Feiern mit den Sinnen

Neben dem Stundengebet und der Karfreitagsliturgie um 15 Uhr in der Hauskapelle erlebte die Hausgemeinschaft mit unseren Ostergästen und Kirchenbesuchern aus der Gemeinde einen kreativ gestalteten Kreuzweg in unserm Atrium (Lichthof).

Eine Spirale aus einem Wollseil zeigte den Wegverlauf des Kreuzweges von außen nach innen und ließ die im Kreis versammelten Anwesenden akustisch und optisch gut daran teilnehmen. Mit einem sehr tiefen und zeitgemäßen Text von Pater Reinhard Körner (Karmelit) begleiteten wir Jesus in Form einer Kerze mit einem Osterlammbild von Station zu Station. An jeder Station wurde ein nachgestaltetes Bild aus der Karmelitenkirche in Birkenwerder bei Berlin abgelegt und an der Jesus-Kerze ein Teelicht entzündet. Die ganze anwesende Gemeinschaft fühlte sich durch Kehrverse, Lieder und das szenisches Verfolgen mit hineingenommen in das Geschehen. Es war zu spüren, dass sich die Zuschauer sehr angesprochen fühlten und beeindruckt waren.

Das so allmählich entstandene Schaubild auf dem Boden des Atriums blieb bis zum Morgen des Karsamstags liegen und konnte so von drei Etagen aus den ganzen Tag bis in die Nacht hinein betrachtet werden, sooft wir auf dem Weg zur Kirche waren.

Einen weiteren Höhepunkt an diesem Tag bot uns ein Streichquartett unter der Leitung von Christian Romanitan aus der nahe gelegenen Musikschule "Gregorianum". Musikalisch ließen sie uns "die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" nach Joseph Haydn meditieren. Die Darbietung dauerte fast eine Stunde und fesselte unsere Aufmerksamkeit und unser inneres Erleben. Mit unsern Gästen, auch von der Stadt, war es ein tief beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem stillen Karsamstag stimmt uns eine szenische Darstellung des Oster- Evangeliums mit biblischen Erzählfiguren auf Ostern ein. Wir wünschen allen, mit denen wir verbunden sind, ein beglückendes und den Glauben belebendes Osterfest.

Text+Fotos: Sr. Petra Lioba Rimmele