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Drei Fragen an: Magdalena Beier

Magdalena Beier ist seit acht Jahren hauptamtlich im MaZ-Freiwilligendienst (MissionarInnen auf Zeit) tätig. In der Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der jungen Freiwilligen arbeitet sie eng zusammen mit unseren Schwestern in Deutschland und Übersee. Ihr gemeinsames Anliegen: "uns immer wieder neu auf die Gegebenheiten der heutigen Zeit und auch Jugend einzustellen und Dinge zu verändern bzw. anzuschieben".

Wie haben Sie die Steyler Missionsschwestern kennengelernt?
Freunde – ehemalige MaZler (Missionarinnen auf Zeit), haben mich 2003 zum Pfingstfest nach St. Gabriel in Wien mitgenommen. Ich trug damals bereits den Gedanken in mir, dass ich für eine Zeit ins Ausland gehen möchte. Ich kann mich noch sehr gut an dieses erste Pfingstfest erinnern, weil ich mich dort sofort sehr wohl gefühlt habe – die Gemeinschaft, die vielen Gespräche und Diskussionen und die Internationalität. Drei Jahre später war ich dann selber in der Vorbereitung als Missionarin auf Zeit und hab dadurch die Steyler Missionsschwestern – jetzt auch in Deutschland – intensiver kennengelernt.

Was verbindet Sie (bis) heute mit ihnen?
Es  verbindet mich ganz viel mit ihnen– da ich seit meiner eigenen MaZ-Zeit mit den Schwestern verbunden geblieben bin, erst ehrenamtlich in der Vorbereitung mitgewirkt habe und seit fast acht Jahren nun hauptamtlich die jungen Menschen vorbereiten, begleiten und auch nachbereiten kann. Im Laufe der Jahre habe ich viele Schwestern in unterschiedlichen Ländern kennenlernen dürfen und bin immer wieder neu beeindruckt von ihrer Energie, ihrem Einsatz für eine solidarische Welt, für das Reich Gottes und der Auseinandersetzung, was die Zeichen der Zeit heute sind und welche Antworten darauf nötig sind. Das finde ich auch im MaZ-Programm wieder. Auch dort ist es uns ein Anliegen, uns immer wieder neu auf die Gegebenheiten der heutigen Zeit und auch Jugend einzustellen und Dinge zu verändern bzw. anzuschieben. Die Zusammenarbeit mit den Schwestern, das miterleben ihrer Spiritualität hat mich stark in meiner Persönlichkeit geprägt und ist ein wichtiger Baustein in meinem Leben.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft mit den Steyler Missionsschwestern?
Ich wünsche mir, dass uns nie die guten Ideen und Visionen ausgehen, die wir mit viel Begeisterung und Spirit in die Realität umsetzen. Und, dass es uns jetzt gelingt mit der Vision eines europäischen Freiwilligendienstes ein gemeinschaftliches, friedvolles Europa auf Basis von Begegnung und Vertrauen von unten her zu gestalten.

Zur Person

Mein Name ist Magdalena Beier, ich bin 35 Jahre alt und wohne in München in einer Wohngemeinschaft. Nach meinem MaZ-Jahr in Brasilien habe ich Soziale Arbeit in Benediktbeuern studiert. Neben meiner Tätigkeit bei den Steyler Missionsschwestern im Team der MissionarInnen auf Zeit arbeite ich derzeit in München bei der Caritas im Sozialdienst für Flüchtlinge in einer Gemeinschaftsunterkunft. Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Kulturen fasziniert und beschäftigt mich immer wieder neu – in beiden Arbeitsbereichen und aus den verschiedensten Blickwinkeln. Neben der Einen-Welt-Arbeit ist meine zweite Leidenschaft die Natur, insbesondere die Berge. So bald und so viel es geht, verbringe ich draußen in den Bergen, in der Weite der Natur, in der Schönheit der Schöpfung. Dies ist für mich, neben dem Glauben eine weitere wichtige Kraftquelle.