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14.05.2018

Doppeltes Fest am 20. Mai

Dieses Jahr fällt das Pfingstfest auf den 20. Mai und beschert uns damit ein doppeltes Fest: den Gedenktag unserer Mitgründerin Mutter Josefa und das Kommen des Heiligen Geistes. Und das passt sehr gut! Sr. Maria Theresia Hörnemann, Leiterin unserer Kongregation, schreibt dazu.

"Wir betrachten es als eine besondere Gnade, dass wir Pfingsten und das Fest unserer Seligen Mutter Josefa am selben Tag dieses Jahres feiern. Seit der Seligsprechung von Mutter Josefa sind zehn Jahre vergangen, und es ist gut, einige der wichtigen Aspekte ihres Lebens, die unsere Kongregation geprägt haben, in Erinnerung zu rufen.

Mutter Josefa hatte eine sehr innige Beziehung zum Heiligen Geist. Als Ausbilderin, Oberin und Mitgründerin der jungen und wachsenden Kongregation war es ihr größter Wunsch, dass alle Schwestern eine enge Beziehung zum Heiligen Geist entwickeln und pflegen. In der Sprache des 14. Generalkapitels könnten wir sagen, sie wollte, dass wir "Komplizen des Heiligen Geistes" seien; Schwestern sein, die den Heiligen Geist einatmen, um durch diesen Geist des Lebens und der Liebe geführt und verwandelt zu werden.

In einer Zeit und in einer Welt, in der wir eine Fülle von Informationen, Meinungen, Botschaften und Bildern "einatmen", können wir einen Unterschied machen, wenn wir alles im Licht des Geistes "filtern", der der Geist des Evangeliums ist. Dieser Geist hält uns mit Freude und Hoffnung wach, besonders da wir vielen herzzerreißenden und entmutigenden Situationen gegenüberstehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des missionarischen Ordenslebens von Mutter Josefa war ihre Einfachheit. Wann immer wir ihrer in unseren Gebeten, Konferenzen oder Versammlungen gedenken, sprechen wir über die Einfachheit, die das 11. Generalkapitel als eines der Wesensmerkmale unserer Kongregation erklärte. Es bleibt eine Herausforderung für unser persönliches und gemeinschaftliches Leben und für unseren Dienst in einem jeweiligen kulturellen Kontext.

In der deutschen Sprache ist das Wort Einfachheit das Gegenteil von kompliziert und bezieht sich nicht nur auf materielle Dinge. Denen zufolge, die mit Mutter Josefa zusammenlebten, war sie leicht zugänglich. Dies galt nicht nur für die Schwestern, sondern auch für Postulantinnen und Novizinnen sowie für Verwandte der Schwestern und Besucher. Sie war kreativ darin, ihre Liebe und Wertschätzung für andere auszudrücken, und ihre Gesten waren leicht zu verstehen. Nach den Forschungen von Sr. Ortrud Stegmair: "Die Erinnerungen, weit mehr als die Briefe und Chroniken, zeugen von der engen Verbindung zwischen Mutter Josefa und der einzelnen Schwester. Jede Zeile drückt warme und aufrichtige gegenseitige Zuneigung aus ... " (aus "Mein Herz ist bereit", 1997).


Lasst uns in tiefer Gemeinschaft mit unserer Mitgründerin Mutter Josefa und inspiriert von ihrem Beispiel Pfingsten dieses Jahr freudig feiern."