Baustellen auf der Autobahn bedeuten Zeitverzögerungen, Umwege, Geduldsproben, Anlass zu Frust und Ärger. Sie sollen marode Streckenabschnitte und Bücken reparieren, sie sicherer machen. Baustellen, auf denen ein neues Haus entsteht, Kabel für eine schnellere Internetverbindung gelegt oder Deiche erhöht werden, wecken Hoffnung und große Erwartungen in uns. Oft ist unser Leben und unsere Kirche, unsere Gemeinde und auch unser Arbeitsplatz eine Baustelle. Das gefällt uns nicht immer, da auch dort marode und überkommene Strukturen und Gewohnheiten entfernt werden müssen, wenn Neues entstehen soll. Wir brauchen gute Nerven, Mut, Vertrauen und Offenheit für Neues, aber auch Geduld in der Phase der Umstellung und lärmender Bauarbeiten. Von solchen Erfahrungen können sicher die meisten Menschen berichten. Am Anfang stehen vielleicht Zweifel, Fragen und der Abschiedsschmerz. Wenn dann das neue Haus eingeweiht wird, der neue Erdenbürger geboren wurde, die neue Art zu arbeiten und zu leben sich eingespielt haben, dann fühlen wir uns vielleicht erleichtert, befreit oder auch beschenkt.
Vielleicht machen wir ähnliche Erfahrungen mit unserem Glauben und Beten. Es gibt Zeiten, da scheint uns die Freude am Glauben, an der Kirche oder Gemeinde abhanden gekommen zu sein. Alles erscheint uns sinnlos, nutzlos und mühsam. Diese Phasen gibt es auch in Partnerschaft, Ehe, Freundschaft, Gemeinde. Und doch sind das notwendige Phasen, in der unsere Liebe sich vertiefen und wachsen kann. ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS
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