Süßigkeit Gottes genießen

Heilmittel der Bibel

Es gibt viele Arten von Feigen. Ihren Ursprung haben sie in Asien. Bei der Pflanze, um die es in der Bibel geht, handelt es sich um die Maulbeerfeige. Es sind große Bäume, die zwischen 10 und 15 Meter hoch werden und eine mächtige Braumkrone von bis zu 25 Metern haben können. Sie haben handflächengroße, tief gelappte Blätter, die Schatten spenden. Die echte Feige ist eine typische Pflanze des palästinischen Kulturlandes. Sie wächst aber auch wild. Bereits im Juni/Juli trägt sie essbare Früchte und ist ab August nochmals während mehrerer Monate ertragreich. Im mediterranen Klima ist der Feigenbaum einer der wenigen Bäume, der das Laub abwirft und im Frühling neu austreibt. Zuckersüß sind die Feigen, die nach und nach reifen und frisch gegessen, getrocknet, geröstet, zu Kuchen verbacken (1 Sam 25,18) oder sogar zu Alkohol vergoren werden. Da sich die süßen Früchte gut trocknen und damit konservieren lassen, wurden Feigenbäume bereits vor 7000 Jahren angebaut. Der Baum ist anspruchslos und wächst auch auf trockenen und steinigen Böden. Sein Holz eignet sich für den Hausbau.
Mit dem sprichwörtlichen Feigenblatt ist der Feigenbaum die erste Pflanze der Bibel, die in der Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies (Gen 3,1-7.23) erwähnt wird. Die Feige zählt zu den "Sieben Früchten Kanaans", die für den Segen und die von Gott vergeißene Fülle stehen, die jene erwarten, die auf Gott vertrauen (Dtn 8,7-8). ...


© Sr. Gabriele Hölzer SSpS aus Geist und Auftrag 4/22 Seite 8

Veröffentlicht: 08.11.2022  / Angela Küppers