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¡Viva Bolivia! – Eindrücke ums Zwischenseminar in Cochabamba

Vom 23. Januar bis 8. Februar 2018 durften Steffi Kloidt und ich uns auf die Reise nach Bolivien machen, zum Zwischenseminar nach Cochabamba. Dieses fand wieder im alternativen Gesundheitszentrum der Steyler Missionsschwestern im Süden der Stadt im Stadtviertel Barrio 20 de Octubre statt.

Sr. Jordana und Sr. Cristina sorgten die Tage für uns, kochten die herrlichsten Gerichte und schauten, dass wir immer genügend Vitamine und Salate hatten. Das Gelände, das sie in den letzten zwölf Jahren Stück für Stück aufgebaut und erweitertet haben, ist super geeignet für ein Reflexions- und Zwischenseminar.
Insgesamt kamen vierzehn MaZlerInnen von verschiedenen Organisationen. Gemeinsam nahmen wir uns die Zeit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken – auf das, was gut und gelungen war – aber auch auf das, was schwierig und schmerzhaft war. Es gab viel Zeit für den Austausch, viel Zeit zum Erzählen und auch für das Lösen von Schwierigkeiten und Konflikten.

Nach einem gemeinsamen Ausflug zum Cristo – der Christusstatue, dem Wahrzeichen von Cochabamba (der übrigens ein bisschen höher ist als der in Rio) – und einem Abend in der Stadt widmeten wir uns in den darauffolgenden Seminartagen der zweiten MaZ-Hälfte.
Zum einen beschäftigten wir uns mit den Themen Machismo und Gewalt in der Erziehung, auf der anderen Seite aber auch schon mit dem Thema Abschied und Rückkehr nach Deutschland.

Da dieser Abschied aber noch in weiter Ferne lag, war ein weiterer wichtiger Baustein des Seminares der Blick auf die zweite MaZ-Hälfte. Wie soll in den nächsten Monaten konkret mein Mitleben , Mitbeten und Mitarbeiten ausschauen? Mit welcher Sehnsucht bin ich losgeflogen und wie möchte ich diese besonders in der zweiten Hälfte umsetzen? Gemeinsam lasen wir uns den verschiedenen Ziele und Motivationen vor.

Den Abschluss des Seminars bildete eine Fiesta cultural, ein Kulturfest: Hier stellen alle etwas dar aus ihrer Einsatzregion: was sie gelernt hatten oder eine Alltagssituation.
Eingeladen waren auch Jugendliche aus dem Barrio, die im Anschluss daran mit uns noch gemeinsam tanzten.

Gestärkt – innerlich und äußerlich – brachen wieder alle zu ihren Einsatzstellen auf. Denn mit dem ersten Montag im Monat Februar begann in Bolivien auch wieder die Schule und somit fingen bei allen auch wieder die Projekte an.

Die restliche Zeit konnten wir noch nutzen, um die Einsatzstellen zu besuchen: So waren wir bei der Stiftung Estrellas en la calle, in Huancarani, bei den Josefsschwestern in Cochabamba und auch in Tapacari.
Dort haben die Steyler Schwestern ein Internat für Kinder und Jugendliche, die auf dem Land leben und nur mit Hilfe des Internates die Schule im Dorf besuchen können. Es war nochmals eine ganz andere Lebensrealität mitten in einem kleinen Bergdorf – im Gegensatz zur großen Stadt Cochabamba.

Am 2. Februar hatten wir alle gemeinsam noch die einmalige Gelegenheit bei der Erstprofess von Sr. Michelle dabei zu sein und gemeinsam mit allen Schwestern und den Freunden und Begleiterinnen diesen besonderen Tag zu feiern.
Es waren sehr beeindruckende Tage in Bolivien – beeindruckend auch die Arbeit und der unermüdliche Einsatz der Schwestern vor Ort – um für die Menschen dazu sein und sie in ihren Anliegen zu unterstützen und zu fördern.

Magdalena Beier

  • Fiesta Cultural 1

  • Fiesta Cultural 3

  • Fiesta Cultural 4

  • Gruppenarbeit 1

  • Gruppenarbeit 2

  • Gruppenbild mit Schwestern

  • Internat in Tapacarí mit Sr. Maria Julia

  • Kapelle bei Erstprofess

  • Schwestern

  • Umgebung von Tapacarí

  • Vorbereitung Fiesta

  • Ausflug zum Cristo

  • Abspülen

  • Seminarort