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Stimmen überall - Können wir Gottes Stimme hören?

Erst nach bestandenem Hörtest öffnete sich die Klosterpforte

Alt bekannte und ganz neue Familien, Jugendliche und Erwachsene fanden sich zum Pfingsttreffen im Herz-Jesu-Kloster in Steyl ein. Diese Pfingsttage sind für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis. Scwestern, die Gruppe in:spirit und die MaZ (Missionare auf Zeit)  haben das Pfingsttreffen, wie jedes Jahr, sehr sorgfältig und vielfältig gestaltet.

Schon bei der Ankunft wissen die Teilnehmenden, dass sie von Herzen willkommene Gäste sind. Mit ca. 170 kleinen und großen Pfingstlern, ging es im wahrsten Sinne des Wortes in unserem Kloster schon beim Ankommen recht „stimmig“ zu! Die Teilnehmenden konnten nur mit bestandenem Hörtest ins Kloster eintreten: Durch Schütteln musste der Inhalt von kleinen Döschen „erhört“ werden.  

Eröffnet wurde das Pfingstfest am Samstagnachmittag auf der Wiese vor dem Kloster. Mit Sr. Christine Müller am Keyboard kam sogar bei „Nicht-SängerInnen“ die Stimme zum Klingen. Neben der Beantwortung der Frage, ob wir Gottes Stimme hören können, wurde den Teilnehmenden deutlich vor Augen geführt, dass es neben der Stimme Gottes auch die Stimme des Ungeistes gibt: Sie wurde leibhaftig als „Teufel“ in Person von Teammitglied Martin Eibelsgruber dargestellt. Die Stimme des Ungeistes war stets unterwegs und suchte, bei wem sie sich Gehör verschaffen konnte! Also: Aufgepasst – Unterscheidung der Stimmen bzw. Geister war angesagt!

Zum Kennenlernen gab es eine Familien-Rallye, bei der die „Familien“ ihr Geschick, ihre Kreativität und ihren Teamgeist unter Beweis stellen durften. Während die Erwachsenen sich später in Gesprächskreisen zusammengefanden, wurden die Kinder und Jugendlichen zum kreativen Tun angeleitet.

Am Abend fanden sich Viele zur wunderbar gestalteten Pfingstvigil - dem Lobpreis Gottes - mit Liedern und Gebeten ein. Der Altarraum in der großen Kirche des Klosters erstrahlte in der roten Farbe des Heiligen Geistes. Eine ganz besonders schöne Atmosphäre entstand: „Das war richtig stimmig und hat uns alle in eine gute Stimmung gebracht! Ich bin überzeugt davon, dass alle Anwesenden Gottes Stimme gehört haben!“, sagt Sr. Antonia Schmid.

Am Sonntag folgten vielfältige Workshops zu den Themen Bibel, Befreiungstheologie, Meditation, Kommunikation und Menschenrechte. Die zurückgekehrten MaZ erzählten von ihren berührenden Erfahrungen und die Gruppen überlegten, wo man täglich Stimmen begegnet, welche Stimme man zu sich durchdringen lässt und wie die eigene Stimme eingesetzt werden kann.

Beim Gottesdienst auf der Wiese durften sich alle an der Predigt beteiligen: In einem sehr wertvollen Austausch setzten sich die Teilnehmenden mit dem Evangelium auseinander. Jeder durfte sich einbringen und sagen, wie er die Bibelstelle verstand bzw. Was ihn daran ansprach. Das “Tempellied” sorgte wie schon in den vergangenen Jahren für gute Stimmung. Beim abendlichen Gartenfest mit der „in:spirierenden STIMMungsbar“ wurde getanzt, gesungen und gespielt. Natürlich Spiele, bei denen die Stimme im Mittelpunkt stand.

Den Abschluss bildete traditionell der Aussendungsgottesdient am Pfingstmontag. Sechs von acht MaZen, die im Sommer zu ihren Einsätzen aufbrechen, wurden von Pfarrer Petter Blättler gesegnet. Die jungen Erwachsenen durften die Rückendeckung zurückgekehrter MaZ und aller Anwesenden spüren. Neben den neuen MaZ wurde auch Judith Lesmeister ausgesendet. Die junge Frau nimmt an dem neuen Freiwilligen-Programm Mission Beyond Borders (MBB) teil und wird ab Sommer für drei Monate in Lissabon Flüchtlingsarbeit unterstützen.

Sr. Antonia Schmid, Sr. Maria Müller, Steffi Mager