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Juniorat

Nach der Profess, bei der die Schwester verspricht, in eheloser Keuschheit, Armut und Gehorsam Jesus Christus in unserer Gemeinschaft nachzufolgen, beginnt für sie die Zeit des Juniorats. Hineingestellt in einen neuen Lebenskontext ist die Schwester in stärkerem Maße für das eigene geistliche Leben verantwortlich. Die Herausforderung für sie liegt darin, im Alltag stets neu die Verbindung zu Gott zu suchen und immer bewusster in Seiner Gegenwart zu leben.

Die konkrete Ausgestaltung des Juniorats ist so vielfältig wie die Schwestern selbst: Je nach den Bedürfnissen der Schwester und der Gemeinschaft ist sie im erlernten Beruf tätig oder beginnt eine neue Berufsausbildung bzw. ein Studium, dies ist innerhalb Deutschlands oder in anderen Provinzen weltweit möglich.

Die regelmäßigen Junioratstreffen stärken die Verbundenheit der jungen Schwestern und bieten die Chance zum Austausch und zur Weiterbildung.
Die Junioratsschwester erneuert jährlich ihre Gelübde. Im Regelfall beginnt für sie im sechsten Jahr die Vorbereitung auf die ewige Profess, Probation genannt.
Da die Zeit des Juniorats meist als sehr dicht und bewegt empfunden wird, bietet die Probation erneut einen Rahmen, in welchem die Schwester Raum findet, sich mit eigenen und ordensspezifischen Themen zu befassen. Das gemeinsame Leben und der Austausch mit Schwestern anderer Kulturen, die sich ebenfalls auf die ewige Profess vorbereiten, ist charakteristisch für diese Ausbildungsphase. Derzeit finden die 9-12 Monate dauernden Probationskurse in Australien, Ghana, Indien und den Philippinen statt.

Im Zentrum der Kurse steht die Festigung und Vertiefung des geistlichen Lebens sowie der Rückblick und die Reflexion des eigenen Weges in der Ordensgemeinschaft. Dabei helfen thematische Einheiten zur Bibel, zu Missiologie, Theologie des Ordenslebens, Anthropologie etc. Die dreißigtägigen Exerzitien sind Höhepunkt dieser intensiven Vorbereitungszeit.

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