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Janina J. - Bolivien: "Das passt schon."

Dieses Rundbrief ist aus dem dritten Einsatzmonat. Langsam beginnt die Weihnachtszeit und die Kleinen aus dem Kindergarten haben ab übernächster Woche schon frei. Die letzten Wochen waren recht erlebnisreich.
So gab es ein großes Tanzfest in der Sporthalle, dem Coliseo. Leider konnte ich bei keiner der letzten Proben dabei sein, wobei sogar noch die Aufstellung geändert wurde, weil Sophie an dem Wochenende in Sucre zu einem Treffen ihrer Organisation war. Trotzdem habe ich dann einfach mal mitgetanzt so nach dem Motto: "Das passt schon". Passende Tanzkleidung gab es auch und ich wurde von einer ganzen Schar Mädchen dazu frisiert.

Am nächsten Tag fand ein Fußrennen, beginnend hier an der Kirche Copacabana, statt. Teilnehmen konnte ich leider nicht, weil die Schwestern meinten, das wäre wohl ein bisschen zu heftig für mich mit der Höhe - wo ich ihnen dann wohl auch irgendwie Recht geben muss. So hundertprozentig habe ich mich immer noch nicht daran gewöhnt.
Stattdessen habe ich zunächst ein wenig mit den Kindern der Infancia Misionera (einer Kindergruppe, die sich immer sonntags mit einer Schwester trifft) gespielt und sie dann zum Rennen begleitet. Nebenbei wurde in einer Dauerschleife immer wieder die gleiche, aber schöne alte Musik gespielt.
Spontan durfte ich auch noch Preise überreichen. Zwischendurch haben wir den Geburtstag zweier anderer Volontäre gefeiert. Es gab viel Essen und auch den Bolivianern haben die österreichischen Kaasnudeln der Gastgeber geschmeckt.

Am Wochenende haben wir über eine Jugendgruppe auch noch viele Gleichaltrige kennengelernt, mit denen wir schon viel Spaß hatten, besonders als wir gemeinsam beim Talentwettbewerb gesungen und gewonnen haben.
Hier in Potosí haben wir schon unsere Koch- und Backkünste erprobt. Sophie und ich sind jetzt sozusagen Suppenmeister und haben beim Klöbenbacken (Rosinenbrot) die ganze Küche verqualmt und vergast.
Diese Woche wollen wir für die Kleinen Weihnachtsplätzchen backen. Die Kinder werde ich in den Ferien ganz schön vermissen. Ich werde während der Zeit nach Tapacarí, in ein kleines Dorf in die Nähe von Cochabamba, gehen und dort mit Judith (mit der ich zu Beginn geflogen bin) und den Schwestern Weihnachten feiern.

 

Veröffentlicht: 05.01.017 / Martin Eibelsgruber

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