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Ordensleben heute

Heute Ordensfrau zu sein bedeutet für uns Steyler Missionsschwestern

In diesen drei Dimensionen unseres Ordenslebens lassen wir uns von den evangelischen Räten leiten. Wir versprechen deshalb

  • gottgeweihte Keuschheit, die Ausdruck unserer Hingabe an Gott ist und uns zugleich hilft, immer freier zu werden für den großherzigen Dienst am Menschen.
  • evangelische Armut, deren Kennzeichen das Miteinander-Teilen ist, die uns alles von Gott erwarten und in Solidarität mit den Armen unserer Zeit leben lässt.
  • apostolischen Gehorsam, wo wir im Miteinander den Willen Gottes suchen und Gott im und durch das eigene Leben wirken lassen wollen.

Der Weg in die Gemeinschaft

Wer sich nach einer Zeit des intensiveren Kennenlernens für einen Eintritt in unsere Gemeinschaft entscheidet, durchläuft verschiedene Phasen der Ordensausbildung:

Das Postulat bietet die Chance des allmählichen Hineinwachsens in die Ordensgemeinschaft. Ein knappes Jahr lebt die Postulantin in der Kommunität in Frankfurt mit und teilt den Alltag der Schwestern, wobei sie eigene Aufgabenbereiche übernimmt.

Im zweijährigen Noviziat ist viel Zeit für eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Glaubens- und Lebensweg. Es ist vor allem eine Zeit geistlicher Vertiefung. Dabei steht Unterricht auf dem Programm, aber auch soziales Engagement hat einen wichtigen Platz. Die Novizinnen, die aus verschiedenen Ländern kommen, gehen nach dem ersten Noviziatsjahr in Rom für ein halbes Jahr in ihre Heimatprovinzen zurück. Die dort gewonnen Erfahrungen werden im letzten halben Jahr in Rom reflektiert und fließen in die Vorbereitung auf die Erstprofess ein.

Nach der Ablegung der ersten Gelübde (Erstprofess) beginnt das sogenannte Juniorat. In dieser Zeit findet oft eine berufliche (Weiter-)Qualifikation oder eine Missionserfahrung in einem anderen Land statt. Die Schwester wächst in den 6 bis max. 9 Jahren tiefer in die Gemeinschaft hinein, sodass sie dann ihr ewiges Ja zu Gott und der Gemeinschaft sprechen kann.

Die ewige Profess wird nach einem zehnmonatigen Vorbereitungskurs, der in internationalem Kontext stattfindet, gefeiert. Die Schwester bleibt dann in der Lerngemeinschaft der Jüngerinnen Jesu unterwegs - ihr Leben lang.