Mutig Neues wagen: Am 15. Januar 2026 gaben die Provinzen Deutschland, Österreich und Niederlande sowie die Regionen Spanien/Portugal und England/Irland ihren bisherigen Status als Provinz oder Region auf und schlossen sich zu einer neuen Europäischen Provinz zusammen. Zu ihr gehören die Länder Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich, Italien/Südtirol, Rumänien, Spanien, Portugal, Irland und England. Insgesamt leben über 300 Schwestern mit 25 verschiedenen Nationalitäten in unserer Provinz.
Dieser Schritt ist die gemeinsame Antwort auf Gottes Ruf, Seine Mission in Europa weiterzuführen. Die Länder unterscheiden sich in ihren Werten, Lebensweisen und Kulturen – und doch haben sie aus unserer Sicht etwas Entscheidendes gemeinsam: Überall sind wir zu Hause. Ob dort geboren oder aus aller Welt kommend – wir alle leben und wirken aus den Lebensimpulsen des Evangeliums als Ordensgemeinschaft in der Vision eines vereinten, geschwisterlichen und offenen Europas.
Der Name unserer Provinz bringt zum Ausdruck, wozu wir als Dienerinnen des Heiligen Geistes berufen sind: Inmitten der vielen Kulturen und Sprachen Europas lädt dieser Namen zum Hören auf Gottes Geist und damit zur Offenheit und Hoffnung ein. Er erinnert uns daran, dass unser gemeinsamer Weg nicht von Angst, sondern von Vertrauen, Kreativität und einem lebendigen Geist getragen ist, der unser Leben und unsere Sendung beseelt.
Der Weg zur gemeinsamen Europäischen Provinz begann schon früh: 1967 trafen sich erstmals die damals drei deutschen Provinzen mit Österreich und den Niederlanden. 1989 begann ein lebendiger Schwestern Austausch, und neue Gemeinschaften entstanden in Osteuropa.1990 folgte die gemeinsame Erstausbildung und das erste Euro Treffen, das Ost und West verband. Ein Euro Rat mit Koordinatorin und zwei Rätinnen wurde gebildet. Regelmäßige Treffen der Leitungsteams, der Formatorinnen und der Verantwortlichen verschiedener Dienste stärkten über die Jahre unsere gemeinsame Mission. Neue Gemeinschaften in Rumänien, Russland, der Ukraine, Berlin, Harsefeld und Ungarn wurden zu Zeichen gelebter Einheit in Vielfalt. Schritt für Schritt wuchs so ein europäisches Miteinander, getragen von allen Provinz und Regionalleiterinnen.
Jede bisherige Provinz und Region hat eine Rätin gewählt und entsendet diese Schwester ins Provinzleitungsteam. Der Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler (Deutschland) stehen die Provinzrätinnen Sr. Debra Sithobekile Ncube (Spanien/Portugal), Sr. Ewa Pliszczak (England/Irland), Sr. Hemma Jaschke (Österreich), Sr. Lili Purwanti (Niederlande) und Sr. Christine Müller (Deutschland) zur Seite.