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25 Jahre Mission in Rumänien (Rundbrief von Sr. Lioba Brand)

Unter den 300 Gästen: Alle Schwestern, die in Rumänien leben, sowie Verstärkung aus Österreich und der Slowakei.

Am Geburtstag unseres Stifters Arnold Janssen (Samstag, den 5. November) haben wir unser Jubiläum 25 Jahre Steyler Missionsschwestern SSpS in Rumänien gefeiert. Zwei von den ersten drei Schwestern sind ja noch hier in Roman: Sr. Severine Seeber und Sr. Patrizia Kaiser. Bei den Anfängen im Oktober 1991 in Bukarest war noch eine Schwester Lioba Hesse dabei.

Das Fest haben wir schon seit Wochen vorbereitet. Einige waren für die Liturgie verantwortlich, andere für die Dekoration und Andenken, für die Präsentation von unserer Mission in Rumänien und auch für das leibliche Wohl. Ich war mitbeteiligt bei der Dekoration und verantwortlich für das Essen. Wir haben bei uns in der Pfarrkirche St. Theresia von Kinde Jesu gefeiert. Da ist auch ein großes Gemeindehaus dabei, da haben wir dann ein Büffet mit den Speisen gehabt.

Es waren ca. 300 Leute eingeladen und es sind auch sehr viele gekommen. Alle SSpS Schwestern von Rumänien waren anwesend und haben mitgeholfen. Momentan sind wir nur noch neun Schwestern, weil Sr. Ana Tişea sich in Irland auf ihren Einsatz auf den Philippinen vorbereitet. Es kam aber noch Verstärkung aus Österreich und der Slowakei. So waren wir doch 17 Schwestern. Beim Gottesdienst hat Sr. Hemma, unsere Provinzoberin, sogar eine Rede in rumänischer Sprache gehalten. Sie hatte eine sehr gute Aussprache, und das kam sehr gut an bei den Leuten. Wir waren auch sehr international vertreten. Im Gottesdienst wurden Lieder in fünf verschiedenen Sprachen gesungen. Den Gesang hatte ein Chor von Jugendlichen aus der Pfarrei übernommen, zusammen mit Seminaristen und den Schwestern. Als Jubiläums-Geschenk hat uns ein Schreiner aus Raducaneni die Ikone die barmherzige Dreifaltigkeit geschnitzt. Das ist sehr schön herausgekommen. Auch der Bürgermeister von der Stadt Roman ist mit einem großen Blumenstrauß zur Feier gekommen. Im letzten Moment ist noch der vorgesehene Prediger, der frühere Provinzial der SVD, P. Franco SVD, ausgefallen, weil er über die Republik Moldau einreisen wollte und sein Pass ungültig war. Dafür ist der, den Schwestern sehr verbundene erste Pfarrer von Roman, P. Besleager, eingesprungen. Er hat die Schwestern immer unterstützt, bis heute. Der Weihbischof aus Iasi war der Hauptzelebrant. Der Altarraum war voll von Priestern, die mit den Schwestern in irgendeiner Weise verbunden sind.

Nach dem feierlichen Gottesdienst haben alle Gottesdienst-Besucher eine Erinnerung an das Fest bekommen: eine Karte mit der Abbildung der Ikone (barmherzige Dreifaltigkeit), einer Meditation dazu und ein Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten. Dieses kleine Geschenk ist bei den Leuten sehr gut angekommen. Dann sind alle in den großen Gemeindesaal umgezogen. Dort hatten wir den Saal für ein Stehbüffet vorbereitet, für ca. 300 Leute.

Einige Frauen aus der Gemeinde hatten vom Vortag 1500 Krautwickelchen gedreht. Diese wurden in einem großen Kessel im Pfarrgarten gekocht. Am Samstagmorgen um fünf Uhr, oder noch früher, haben sie begonnen. Die Sarmale haben allen sehr gut geschmeckt. Sie werden mit Sauerrahm serviert. Zum Abschluss gab es noch eine schöne Torte. Eine kleine Band aus der Pfarrei hat für Musik gesorgt und es wurden auch noch die traditionellen Kreistänze getanzt.

Nach der Feier in der Pfarrei sind wir nach Hause gegangen und haben weiter gefeiert. In der sehr schön vorbereiteten Vesper haben wir Schwestern aus Rumänien die ersten ins >Rumänische übersetzten Konstitutionen unserer Kongregation von der anwesenden Provinzleitung überreicht bekommen. Das war auch ein sehr ergreifender und feierlicher Augenblick für mich.

Bald nach dem Fest bin ich mit einigen Schwestern und dem Hausmeister von Stockerau nach Stockerau gefahren, zur Tagung der Kommunitätsleiterinnen. Ich bin zwar nur die Assistentin, aber Sr. Patrizia hat den Vorschlag gemacht, dass ich fahre, damit ich die Schwestern in Österreich kennen lerne und sie mich.

Mit den Kindern machen wir zur Zeit Weihnachtskarten und üben die Lieder ein, um als Gruppe zum Singen zu gehen (colindam). Das ist so ähnlich wie Sternsinger, nur vor Weihnachten.

Ich wünsche Euch allen eine besinnliche und gesegnete Adventszeit.

Eure Sr. Lioba Brand

Dekoration vor dem Altar mit der geschnitzten Ikone.
Einige Frauen aus der Gemeinde hatten am Vortag 1500 Krautwickelchen gedreht.
In einem großen Kessel im Pfarrgarten wurde gekocht.
Die nächste Aktion: Weihnachtskarten gestalten.

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Veröffentlicht: 30.11.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS