Trigger

Tanzend neue Schritte wagen

Ein schwedischer Jahrmarktstanz gehörte auch zum Repertoire.

Das Dreifaltigkeitskloster hat zum Tanzwochenende eingeladen und viele sind der Einladung gefolgt. Knapp 20 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer ließen sich von dem diesjährigen Motto "Neue Schritte wagen" inspirieren. Unter der bewährten Leitung von Hildegard Frank und Schwester Charlotte erlebten wir ein fröhlich-besinnliches-musikalisch-bewegtes Wochenende. Eine Teilnehmerin berichtet.

Mit dem Abendessen am Freitag beginnt unsere gemeinsame Zeit. Neben einer wie immer wunderschön von Hildegard gestalteten Mitte wartet im Saal auf jede/n Teilnehmer/in eine kleine herbstliche Dekoration auf dem Platz. Herbstlaub, kleiner Kürbis, Lampionblumen und kleine Efeuzweige. Sehr liebevoll.

Viele kennen sich, einige sind zum ersten Mal dabei. Berührungsängste kennt keiner und so entwickelt sich für zwei Tage eine perfekte, homogene Gruppe, die sich darauf einlässt, Neues zu wagen. Das Neue sind etliche Tänze, die auch denen, die schon öfter unter Hildegards Anleitung getanzt haben, unbekannt sind.

Mit den Kennenlernen-Tänzen "Jeden Tag Schritt für Schritt" und "Tanzend ankommen" werden wir nicht nur mit dem Gegenüber warm, d.h. vertraut, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. Frieren muss keiner. In einer kurzen Vorstellungsrunde erfahren wir in groben Umrissen mehr über- und voneinander. Und damit die Beine beim Tanzen nicht überstrapaziert werden, gibt es immer wieder kleine Verschnaufpausen, in denen wir von Schwester Charlotte mit der Gitarre begleitet themenbezogene Lieder singen. Die Tänze "Gebet" und "Zwischen Himmel und Erde", die wir mit Teelichtern in der Hand im dunklen Saal tanzen, beschließen den Freitag offiziell. Inoffiziell lockt noch einige das grüne Zimmer, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Nach einem Morgenimpuls, von Schwester Charlotte „Âschuggerle“ genannt, und dem Frühstück, geht es am Samstagmorgen mit dem getanzten "Elfenreigen" weiter. Hildegard überrascht uns mit vielen neuen Tänzen. Einige davon erweisen sich als Herausforderung in der Schrittfolge, aber auch hier macht Übung den Meister. Und da es keine falschen Schritte gibt, eventuell eben nur kreative von der Norm abweichende Schritte, sehen wir das alles auch ganz entspannt. Wir tanzen einen schwedischen Jahrmarktstanz, afrikanische Tänze, den Psalm 23 und und und.....wir sind erfüllt von vielen neuen Schritten, die wir wagen.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Pilgerlied "Jede Stunde unseres Lebens", mit dem wir u.a. am Sonntag den Frühgottesdienst bereichern sollen/wollen. Irgendwann klappen die Schritte, dass wir überzeugt sind, uns so an die Öffentlichkeit, d.h. vor den Altar wagen zu können. Außerdem tanzen wir im Gottesdienst "Lobe den Herrn meine Seele" und das von Hanne Haller komponierte wunderbare "Vater unser". Die Gottesdienstbesucher bedanken sich für unsere Beiträge mit Beifall, für uns ein Zeichen, dass es den Besuchern gefallen hat. Den Sonntagvormittag nutzen wir, neu Gelerntes zu wiederholen. Außerdem gibt uns Hildegard die Gelegenheit, Wünsche vorzubringen, die wir in tanzender Weise erfüllen. Mit dem Mittagessen geht ein schönes, erholsames, erfülltes Wochenende viel zu schnell zu Ende - wie immer.

Text: Sonja Maurer-Baumgärtner

Falsche Schritte gibt es nicht - nur kreative...
Nach dem Tanzen wird auch wieder eingerollt.
Zwischendurch wurde auch mal verschnauft.
Eine liebevoll gestaltete, herbstliche Mitte.

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Veröffentlicht: 03.12.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS