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Weltmissionssonntag Laupheim

Die Trommelgruppe sorgte beim Gottesdienst für den Rhythmus.

Zum dritten Mal waren die Steyler Missionarinnen am Weltmissionssonntag zu Gast in  der Marienkirche in Laupheim um den Gottesdienst zu gestalten. „Wir kommen gerne“, sagte Oberin Sr. Hildegard Ossege bei ihrer Begrüßung. Für die Schwestern des Dreifaltigkeitsklosters war schon das ganze Jahr Missionsfest, weil sie in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen ihres Klosters gefeiert haben.

Am Weltmissionssonntag fühlen sie sich mit allen Schwestern auf der ganzen Welt verbunden. Fast 150 Schwestern wurden entsandt, aber es sind auch Schwestern gekommen. So leben heute auch Sr. Gabriella Nahak aus Indonesien und Sr. Christa Sun aus China in Laupheim. Das Gesicht der Kirche ist bunter geworden, nicht nur im Kloster  sondern auch in Deutschland. Der Weltmissionssonntag ist eine Möglichkeit die weltweite Dimension des Glaubens heute wahrzunehmen.

Die Predigt wurde von Vikar Justin Antonysamy und den Schwestern gemeinsam gestaltet. Vikar Justin sprach vom Traum der Menschen, dass jeder satt wird, jeder tolerant ist und dass Friede und Liebe herrschen, mit einem Wort: die Barmherzigkeit Gottes herrscht. Und wir können eine Welt so machen, wie wir sie träumen. Wir sind aufgerufen, uns von der Barmherzigkeit Gottes berühren zu lassen und selbst zum Werkzeug der Barmherzigkeit zu werden.

Sehr eindrücklich waren die folgenden Berichte von Schwestern des Dreifaltigkeitsklosters, die weltweit in der Mission tätig waren. Sr. Reginardis Beuther arbeitete 46 Jahre in Flores in Indonesien. Sie erzählte von einem Imam, der bei ihr im Krankenhaus als Patient war und zum Abschied sagte: „Medikamente brauche ich nicht, hier habe ich etwas anderes erfahren“. Sr. Hildegard Ossege berichtete von ihren 5 Jahren in Argentinien. Unvergesslich sind ihr die Besuche bei den Menschen in den Anden, mit denen sie Leben und Glauben teilte. „Sie feierten ein Fest mit uns“. Für Sr. Lucia Reyering ist das Fest der Weltkirche ein Anlass einen Perspektivwechsel zu vollziehen. Dankbar blickt sie auf 6 Jahre Botswana zurück. Sehr eindrücklich für sie ist die Ermutigung, die sich die Menschen dort gaben, wenn sie besondere Nöte hatten. Sie stärkten sich mit den Worten „Gott ist da“. Und so fragte sie sich, wo stehe ich selbst mit meinem Glauben. Sr. Hedwig Maria Fischer war viereinhalb Jahre in Manila bei den „Müllhalden-Leuten“. Sie haben ihr gezeigt, wie tief die Hoffnung auf Gott sein kann. „Alles ist Gott anheimgegeben – er hat es gegeben, er kann es auch wieder nehmen. Bei den Mangyaren, bei denen sie weitere viereinhalb Jahre lebte, lernte sie die Dankbarkeit für die Schöpfung kennen und eine zutiefst friedliche Lebensweise. Die Mangyaren haben kein Wort für „Feind“, aber ein eigenes Wort für „Freund“

Bei der Gabenbereitung brachten die Schwestern eine Kerze als Symbol für die Erlöserliebe, die Bibel als Symbol für den Auftrag zur Verkündigung, die Weltkugel als Symbol für die Solidarität mit allen Menschen und Brot und Wein wie Jesus es gelehrt hat

Weltmusik brachte eine Trommelgruppe zu Gehör, die sich seit Januar diesen Jahres zweiwöchentlich im Kloster trifft um bei Sr. Gabriella Nahak indonesischen Tanz mit Trommel zu lernen. Berührend war auch ein von Sr. Hedwig Maria Fischer und Maria Chola Emmenlauer gemeinsam vorgetragenes philippinisches Lied.

Am Ende des Gottesdienstes bedankt sich Vikar Justin bei den Schwestern, dass sie den Gottesdienst mitgestaltet und einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Auch die Gemeinde bedankte sich mit herzlichem Applaus.

Text: Gerlinde Wruck

Sr. Hildegard Ossege bei der Begrüßung.
Sr. Gabriella Nahak beim Dirigieren der Trommelgruppe.
Die Schwestern berichten vom Missionseinsatz.
Sr. Hedwig Fischer und Chola Emmenlauer singen ein philippinisches Lied.
Vikar Justin bei der Eucharistiefeier.

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Veröffentlicht: 27.10.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS