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Schnibbeln, um zu helfen – Gutes tun mit Briefmarken

Mit Briefmarken die Mission unterstützen? Sr. Antonia Schmid erzählt, wie das täglich in Steyl geschieht. Und, wie Sie selbst mitmachen können.

Die erste Briefmarke wurde in 1840 in England verkauft. Die zackigen Aufkleber weckten das Interesse vieler Menschen, nicht bloß zum Frankieren der Post. Eine Sammelleidenschaft brach aus bei manchen Menschen.

Während ich die Grundschule besuchte, sammelte ich Briefmarken und verwahrte auserlesene Stücke sorgsam in einem Briefmarkenbuch. Als Kind habe ich das Briefmarkensammeln nur als Hobby kennengelernt. Heute erkenne ich den Wert, um Gutes zu tun mit Briefmarken.

In Verbindung mit den Steyler Missionaren erhalten wir Schwestern im Herz-Jesu-Kloster regelmäßig säckeweise von Briefen oder Karten abgetrennte Briefmarken. Diese stammen aus der Sammelaktion „Apostolat ABC“ unserer Steyler Mitbrüder.

Jeden Tag trifft sich ein munteres Grüppchen von Schwestern, um abgetrennte Briefmarken sorgfältig zuzuschneiden. Oft sind es Sr. Gottfrieda Höing, Sr. Margareta Maria Angenent, Sr. Virgilinda Hendrikx, Sr. Roselindis Thelen und Sr. Helena Kuper, die sich zu dieser geselligen Runde einfinden. "Fröhlich dabei, mit unseren Händen und ein bisschen unserer Zeit können wir noch so viel Gutes unterstützen mit den Briefmarken", sagt Sr. Gottfrieda und lacht herzhaft. "Wir Schnibbeln, um zu helfen!" Zugeschnitten gehen die Briefmarken weiter, um in Serien sortiert und letztendlich an Großhändler verkauft zu werden. Mit dem Erlös der Briefmarken werden verschiedene Projekte der Steyler Missionare und Steyler Missionsschwestern unterstützt, damit möglichst viele, vor allem benachteiligte Menschen, ein besseres Leben haben können. So wissen sich unsere älteren Mitschwestern in eine weltweit wertvolle Missionstätigkeit eingebunden.

In 2016 konnten in Mexiko, Ghana, China, Indien und Indonesien Musikinstrumente, Material für Kirchenfenster, die Grundausstattung an Medikamenten für eine Krankenstation, Sozialprogramme für Slumbewohner, die Erweiterung einer Schreinerwerkstatt und die Errichtung eines Gebäudes mit Labor; Sprech- und Behandlungszimmer zur Versorgung HIV-kranker Menschen bezahlt werden.

Wer diese Zeilen liest, soll wissen, dass jede Briefmarke für uns wertvoll ist, auch die ganz einfache Briefmarke der täglichen Post. Alle Briefmarken können verkauft werden. Wer mitmachen möchte, kann sich gerne bei Br. Hubert Nagelsdiek SVD unter der Emailadresse: apostolat.abc@steyler.eu melden. In diesem Falle gilt: Gutes tun mit Briefmarken!

Text & Fotos: Sr. Antonia Schmid SSpS