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Familien-Wochenende im Herz-Jesu-Kloster: immer ein Highlight

Zum 14. mal fanden sich Familien aus dem ganzen Bistum Roermond für ein religiöses Wochenende bei uns im Kloster ein. Und immer wieder ist dieses Wochenende für alle Beteiligten ein Highlight.

Schon bei der Einfahrt in unseren Klosterhof wissen die Eltern, dass sie mit der ganzen Familie bei den Missionsschwestern von Herzen willkommene Gäste sind. Unsere Klosteranlage mit viel Grün, Bäumen verschiedenster Art und ausgebauten Wegen lädt die Kinder zum Spielen und die Erwachsenen zum Verweilen und Auftanken, ein.

Das Familienwochenende war mit dem Thema „Das Gebet“ gestaltet.

Mit 156 Personen, davon fast 80 Kinder im Alter von einigen Monaten bis 17 Jahre, ging es im wahrsten Sinne des Wortes in unserem Kloster recht "bunt" zu!!! Eltern und Kinder hatten getrennte Programme und waren in Gruppen eingeteilt. Den sehr lebendigen Jugendlichen, Kindern und Kleinkindern waren zur Identifikation ihrer Gruppen eigene Räumlichkeiten zugewiesen entsprechend der Farbgruppe: rot, grün, gelb, orange, blau und lila.

Der Tag begann für Kinder, Jugendliche sowie für Erwachsene alternativ mit Morgengebet oder Morgengymnastik. Nach dem Frühstück trafen sich alle Teilnehmenden in ihre Gruppen zu Referaten und Bibelarbeit. Während die Erwachsenen in Gesprächskreisen zusammengefunden hatten, wurden die Kinder und Jugendlichen zum kreativen Tun angeleitet. Zum Familiengottesdienst, der zum Teil mit flotten und fröhlichen Liedern mal mit Orgel, mal mit Gitarre begleitet wurde, fanden sich alle gegen 11.00Uhr in unserer großen Kirche ein. Nach dem leckeren Mittagessen war erst mal für die Erwachsenen Mittagspause, während es für die Kinder nahtlos auf der großen Wiese mit Fußball oder anderen Spielen weiterging.

Ein willkommener Brauch der Familien ist, dass die Familien uns Schwestern eine Stunde ihrer Zeit schenken. Sie nennen es "ein Werk der Barmherzigkeit tun". Tatkräftig packen sie an beim Putzen draußen und beim Sortieren von Hunderten von Gardinenringen, lassen sich von der Lebenserfahrung der älteren Mitschwestern in St. Anna erzählen und befragen sie, gehen zu den Anbetungsschwestern oder vertiefen sich in unsere Spiritualität anhand des Films "Scherven van Verlangen (Mosaik einer Sehnsucht)".

Lustig ging es zu beim Putzen unseres großen Zaunes mit dem Zufahrtstor, kommend von der Kloosterstraat, beim großen Parkplatz. Die Großen konnten ohne Leiter die Torstäbe bis zum oberen Ende erreichen, die Kleinen beteiligten sich an der unteren Hälfte der Gitterstäbe oder waren am liebsten mit dem Wasser in den bereitgestellten Eimern zu Gange!

Die Erwachsenen fanden sich am Samstagabend in der Kreuzkapelle zur Anbetung und zum Sakrament der Buße ein. Und wie man sich schon denken kann: danach gesellig zusammen sein, denn der Niederländer ist ein Gesellschaftsmensch! Die Jugendlichen durften an diesem Abend zu späterer Stunde eine Nachtwanderung durch unseren Garten machen, und die Kleinsten schliefen schon selig und süß.

Das ganze Wochenende war, wie immer, aufs Beste organisiert. Helfer und Helferinnen kennen sich schon gut bei uns aus und finden die Wege und Räumlichkeiten ohne große Erklärung.

Ein Höhepunkt des Sonntags war die Familiensegnung, gestaltet mit Gebeten und wunderschönem Gesang, im Garten bei der Lourdesgrotte in ganz besonderer Atmosphäre.

Danach präsentierten die Kinder in der Aula ein Programm für die Eltern. Jede Gruppe stellte mit viel Kreativität und Spaß etwas von dem dar, was das Wochenende für sie so besonders gemacht hat.

Bevor es dann nach Hause ging, gab’s noch eine Stärkung bei Kaffee und Kuchen.

Und während die Eltern das Gepäck im Auto verstauten, tobten sich die Kinder noch ein letztes Mal im Klosterhof aus! Halligalli!!!

Gegen 16.00Uhr heißt es dann von seiten der Familien und ihrer BegleiterInnen: "Bedankt voor alles en tot de volgende keer. Wij zijn blij en komen graag terug!" Und ich sage Euch: diese Sätze gehen runter wie Öl und sind Musik in unseren Ohren und Herzen.

Text + Fotos: Sr. Antonia Schmid SSpS