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Lippen, die segnen, und Hände, die schenken (Welttag der Armen)

Am Sonntag (19.11.2017) begingen wir zum ersten Mal den von Papst Franziskus eingesetzten "Welttag der Armen". Unser Mutterhaus ist ein Haus des starken Gebetes. Das hat uns dazu bewogen, zusammen mit den Gästen und Mitschwestern das fürbittende Gebet als eine Möglichkeit unserer Option für diesen besonderen Tag zu wählen.

Mit dem Zeichen einer Gebetskette, deren einzelne Glieder schon Tage oder Stunden vor der Eucharistiefeier mit individuellen Fürbitten von Gästen und Mitschwestern beschriftet wurden, haben wir unsere Solidarität mit den Armen aller Kontinente in besonderer Weise im Gottesdienst zum Ausdruck gebracht. Denn, wie es in einem Lied heißt: "Lippen, die bitten und segnen, schenken Zukunft!" Und: "Hände, die schenken, sind Trost dieser Welt!" Es war sicher kein Zufall, dass genau am Welttag der Armen viele Hände zum Schenken bereit waren.

Sinterklaas, der in Deutschland als der hl. Nikolaus bekannt ist, liegt den niederländischen Kindern besonders am Herzen. Der Heilige Mann kommt jedes Jahr nach Mitte November auf einem Dampfschiff, am Anlegeplatz der Fähre auf der Maas, in Steyl an. Er bringt seine Helfer mit, die alle "Piet" (Peter) heißen. Der Nikolaus selbst sowie seine Helfer beschenken die Kinder. Dann ist Jubel, Trubel, Heiterkeit! Die vielen Menschen tummeln sich auf den Wegen hinunter zur Fähre, und Kinder sitzen auf den Mauern des Klosters St. Michael. Alle möchten den guten und freundlichen Mann und seinen Helfern begegnen!

Meine Blicke nehmen die Geste der Hände wahr: kleine ausgestreckte Hände und große schenkende Hände. Ein Geben und Empfangen!

Gebete oder Gaben – es sind die Lippen und die Hände, die von einem erfüllten Herzen bewegt werden. Und diese OPTION kann sich nicht oft genug für eine menschenwürdigere Welt ereignen.

Text: Sr. Antonia Schmid SSpS / Fotos: Sr. Antonia Schmid SSpS, Br. Heinz Helf SVD