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Mensch SEIN – Erfahrungen aus dem MaZ-Blockseminar

In den letzten Tagen vom 12.07.–23.07.2017 verbrachten wir, der MaZ-Jahrgang 17/18 und das MaZ-Team, eine spannende und aufschlussreiche Zeit auf dem Blockseminar in Steyl. Es war die letzte Vorbereitung auf unseren missionarischen Einsatz, was auch inhaltlich bemerkbar war.
Wir beschäftigten uns unter anderem schwerpunktmäßig mit den Themen Kultur, Mission, Rassismus, Lernen in fremden Welten, Umgang mit Autoritäten, aktuelle religiöse Bewegungen und kirchliche Entwicklungen in den jeweiligen Einsatzländern.
Mir ist bei dem Seminar, als wir das Thema Rassismus besprachen, besonders wichtig geworden, zu merken, dass jeder Mensch durch seine eigene – ganz persönliche Geschichte – geprägt wurde und die Welt aus seiner spezifischen Sicht betrachtet. Jeder von uns hat eine einzigartige Geschichte. Unsere Aufgabe – unsere Mission als MissionarInnen auf Zeit – ist es, Offenheit zu wahren, zuzuhören und da zu sein.
Natürlich wird es nicht immer einfach werden, denn auch wir haben bestimmte Einstellungen internalisiert, die Konfliktpotential bergen, aber gerade diese Tatsache lässt es mir als ungeheuer wichtig erscheinen, nicht stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen.
Mehr zu erfahren, die einzigartigen Geschichten anderer zu hören, um der Gefahr der Pauschalisierung zu entkommen, um MENSCH ZU SEIN.
Mensch in dem Sinne, dass wir unsere Zeit im Einsatzland unter den Aspekten der Gegenseitigkeit und Gemeinschaft leben wollen. Sein zu verstehen als im Hier und Jetzt mit den eigenen Augen hinzuschauen und mit den eigenen Ohren hinzuhören, um miteinander zu leben.

Julia Neumann