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Mutter Josepha's Sterbezimmer als Gedenkraum eingeweiht

Noch ehe das große Herz-Jesu-Kloster in Steyl stand, spielten sich wichtige Ereignisse im Leben unserer ersten Schwestern in einem Gebäude namens St. Gregor ab. Hier starb auch unsere Mitgründerin Mutter Josepha. Ihr Sterbezimmer wurde jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es befindet sich nahe des unlängst eröffneten „Forgiveness Museum“. Eine Verbindung, die nicht von ungefähr ist. Schwester Mechtilde Berger, die unsere Geschichte kennt wie keine andere, schreibt dazu.

Das alte Gebäude des ersten Klosters der Steyler Missionsschwestern, das Arnold Janssen 1890 für die Schwestern gekauft hatte, und die es bis 1904 bewohnten, war 2007 durch einen Brand zerstört, aber danach wieder errichtet worden, weil es unter Denkmalschutz steht unter dem Namen Alt-St. Gregor.

Die Räumlichkeiten – kleine Kapelle, Gänge, Zimmer usw. -  erinnern uns Steyler Schwestern an wichtige Ereignisse der ersten Jahre der Entwicklung unserer Kongregation von der Einkleidung 1892, erste Profess 1894, erste Missionsentsendung 1895 bis zum Tod unserer Mutter Josepha 1903. Mutter Josepha ist in einem Zimmer dieses Gebäudes gestorben.  Immer wieder mal tauchte der Gedanke auf, das Sterbezimmer der Mutter Josepha in diesem wiederaufgebauten ehemaligen Missionsschwesternkloster als Gedenkraum an sie wieder einzurichten. Das bot sich konkret an, seit in dem ehemaligen Kapellenraum Herbst 2016 das "Forgiveness-Museum" eingerichtet wurde. In Bild und Text ist dort berichtet von Konflikten, Krieg, Hass, Terror usw. und dann vor allem von Versöhnung zwischen Opfern und Tätern. Es sind einmalige Zeugnisse von oft mühsamen Wegen zu Vergebung und versöhnendem Zueinanderfinden.

Mutter Josepha war ein Mensch guter Beziehungen, ihr lag ein gutes Gemeinschaftsklima am Herzen. Sie war fähig, Menschen, Personen zueinander finden zu lassen durch ihre Güte, aufmunternden Worte und Hilfsbereitschaft, gegründet im Geist der Liebe Gottes. Somit kann sie als Patronin für gute versöhnende und versöhnte Beziehungen verehrt werden.

In der Woche vor dem Fest des Steyler Ordensgründers, des hl. Arnold Janssen, wurde das Sterbezimmer eingerichtet. Was damals ein kleines einfaches Zimmer war, ist jetzt ein großer Raum. Am Nachmittag des 15. Januar wurde dieser Raum unter Anteilnahme vieler Festgäste nach einleitenden Worten, gemeinsamen Liedern und Gebeten eingesegnet. Interesse, echte Freude und innere Anteilnahme waren zu spüren. So soll dieser Raum ein Raum der Besinnung, des dankbaren Gedenkens an das Lebenszeugnis der Mutter Josepha sein.

Gedankt sei denen, die sich um das „Forgiveness Museum“ und um die Einrichtung und Ausgestaltung des Mutter-Josepha-Gedenkraumes bemüht haben.

Text: Sr: Mechtilde Berger SSpS / Fotos: Br. Heinz Helf SVD

Der Raum, in dem Mutter Josepha vor 114 Jahren gestorben ist.
Viele Menschen waren zur Einweihung gekommen.
Schwester Mechtilde, Expertin der Steyler Geschichte, sprach die einleitenden Worte.
Wie immer, wenn Schwester Mechtilde über Mutter Josepha spricht, hören alle gebannt zu.
P. Rüdiger Brunner segnet den Raum; zuvor wurde das Veni Creator gesungen.
Gemeinsam wird Mutter Josepha's Zitat gesungen: "Leben wir von Stunde zu Stunde..."
Anschließend schauen sich die Besucher um.
Auch das Forgiveness-Museum kann jetzt besichtigt werden.
Sr. Augustina vertieft sich in die Zeugnisse.
Wer mag, kann sich auch etwas erklären lassen.
Auch Mutter Josepha hat Menschen auf den Weg der Versöhnung gebracht.
Sr. Margret hat für die Besucher auch einige Klosterartikel zum Verkauf aufgestellt.

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Veröffentlicht: 18.01.2017 / Sr. Michaela Leifgen SSpS

Mutter Josepha

Mehr über das Leben von Mutter Josepha, Hendrina Stenmanns.