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Pfingstfest in Steyl

Unter dem Motto "In Stein gemeißelt?! Jesus Christus - Grund genug." feierten wir das Fest des Heiligen Geistes in Steyl.

Am Pfingstwochenende trafen sich etwa 200 Menschen im Herz-Jesu-Kloster in Steyl, um im gemeinsamen Austausch, Diskutieren, Beten und Feiern den Geist Gottes und die Botschaft der Pfingsttage zu spüren und, um ganz nach dem diesjährigen Thema, „In Stein gemeißelt?! Jesus Christus. Grund genug“ Steine aufzubrechen und Mauern zu überwinden.

Somit begannen bereits bei der Eröffnung des Pfingstfestes am Samstagnachmittag die Steine des Klosters zu sprechen. Steyler Schwestern erzählten bei den Grotten, auf dem Friedhof, in den Katakomben und in der Kartoffelküche von den Anfängen der Steyler Ordensfamilie, von den Kriegszeiten oder ihrer persönlichen Berufung und ihrer Missionsgeschichte. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen darüber aus, welche Geschichten, Erinnerungen und Bedeutungen die Steine, die sie mitgebracht hatten, in sich tragen.
Denn auch an diesem Wochenende bestanden die Gäste aus einer bunten Mischung, die das Pfingstfest erst so lebendig werden lässt: Jung und Alt, große und kleine Familien, altbekannte Gesichter, Menschen, die zum ersten Mal teilnahmen, Missionarinnen und Missionare auf Zeit in Vorbereitung, ihre Eltern, rückgekehrte MaZ, das Team und natürlich auch die Steyler Schwestern brachten den Stein gemeinsam ins Rollen. Abgeschlossen wurde der erste Tag mit einem Taizé-Gebet in der Aula, gestaltet von einer spontan gebildeten Gruppe aus musikalischen Teilnehmenden, rückgekehrten MaZ und Sr. Christine.

Am folgenden Tag wurde das Thema auf vielfältige Weise in den Workshops mit Inhalt gefüllt. Im Kreativworkshop konnten sich die Gäste bei der Gestaltung von Specksteinen mit der Frage „Was ist für mich in Stein gemeißelt?“ auseinandersetzen oder mit Tiefdruckfarben arbeiten. Das Thema wurde im Workshop Meditation spirituell beleuchtet und im Bibelworkshop mit Hilfe eines Bibliodramas genauer betrachtet. "Wie kann ich BildhauerIn meines Lebens werden?", fragte der Workshop Psychologie und der Workshop zu missionarischer Spiritualität setzte sich damit auseinander „Stein des Anstoßes“ zu sein. Beim Escape-Room mussten sich die Teilnehmenden durch das Lösen von Rätseln aus den Mauern befreien.
Auch die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich in einem eigenen Programm auf kreative Weise, beim Spielen oder beim Geo-Cache mit dem Wirken des Heiligen Geistes an Pfingsten und mit der Frage, welche Fundamente und Werte für sie in Stein gemeißelt sind. Ein weiteres Angebot war der Kleidertausch, der dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfand und somit dafür sorgte, dass einige Teilnehmenden mit mehr Gepäckstücken abreisten, als sie angekommen waren.

Ein Höhepunkt war sicherlich auch das Gartenfest, das aufgrund der Wetterlage in den Arnold-Janssen-Saal verlegt wurde. Die Gallier gewannen glorreich gegen die Römer bei der Wildschweinjagd, beim Hinkelsteinweitwurf und beim Mistelschneiden, das MaZ-Team präsentierte in einer fantastischen Show die Edelsteinkollektion des Jahres 2017, Uli begeisterte alle mit der musikalischen Gestaltung des Jahres und an der Bar verkauften Obelix und seine Helfer leckeren Zaubertrank.

Im Gottesdienst am Pfingstmontag stand die Aussendung der 12 jungen Missionarinnen und Missionare auf Zeit in ihre Einsatzländer Bolivien, Kolumbien, Chile, USA und Philippinen im Mittelpunkt. Ihnen wurde der schwarze Tucum-Ring, den sie sich auf der Fazenda da Esperança in Berlin ausgesucht hatten, als Symbol der Solidarität mit den Armen und als Zeichen für ihren Willen, den Aufbau des Reiches Gottes mitzugestalten, übergeben. Anschließend segnete die Gemeinde gemeinsam die MaZe, um sie für ihren Einsatz zu stärken.

Natürlich durften am Montagnachmittag auch die Berichte der rückgekehrten Missionarinnen und Missionare auf Zeit, die Berufungsgeschichten der Steyler Schwestern und der traditionelle Rundgang mit Sr. Mechtilde nicht fehlen. Mit Schmunzelsteinchen im Gepäck brachen die Gäste am Montagnachmittag wieder in alle Himmelsrichtungen auf. Bis zum Wiedersehen beim Pfingstfest 2018!

Stephanie Kloidt

Veröffentlicht: 08.06.2017 / Martin Eibelsgruber