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Ich will mit dem gehen, den ich liebe...

Hinter der Brandtskapelle und nahe an Eddi's Grab wurde die Stele eingesegnet.

Knapp anderthalb Jahre sind vergangen seit dem Tod von Eddi Erlemann, der mit unseren Schwestern und der Stiftung Volksverein den Treff am Kapellchen (TaK) gegründet hat. Und immer noch versammeln sich Menschen um seinetwillen und halten die Erinnerung an ihn wach. Wie zuletzt mit der Segnung einer Stele zu seinem Gedanken – an einem ganz besonderen Jahrestag.

Ich will mit dem gehen, den ich liebe.
Ich will nicht fragen, was es kostet.
Ich will nicht nachdenken, ob es gut ist.
Ich will nicht wissen ob er mich liebt.
Ich will mit ihm gehen, den ich liebe. (Bert Brecht)

Dieser Spruch war der Primiz-Spruch und wurde das Lebensmotto von Eddi Erlemann, zu dessen Gedenken am 12. März 2017, seinem Weihetag, eine Stele hinter der Brandts-Kapelle in Mönchengladbach feierlich gesegnet wurde. Rund um die Stele sind Pflastersteine lose in den Boden gelegt, mit Namen von Menschen, die im TaK beheimatet waren und wie er bereits verstorben sind. So wird sich der Ort immer wieder etwas wandeln, wenn neue Steine dazu kommen und auch, wenn die gepflanzten Kräuter und Sträucher sich je nach Jahreszeit in einem anderen Farbenkleid zeigen.

Dies sind Zeichen, die uns helfen, uns an diese Menschen zu erinnern, und vor allem auch immer wieder die Hoffnung zu stärken, dass dies ein Ort der Auferstehung ist. Der Stein der Stele wurde aufgerichtet; auch ein Herzenswunsch von Eddi und von uns an diesem Ort: Menschen aufzurichten. Der Künstler Christan Bauer und der Steinmetz Werner Jacobs schilderten den Werdegang und die Suche nach dem Stein. Und vor allem, was dieser Ort uns heute sagen will.

Zur Feier kamen viele Leute, die Eddi persönlich kannten, aber auch viele Freunde, mit denen er diesen Ort, den Treff am Kapellchen (TaK), aufgebaut hatte: Vertreter des Volksvereins und der Stiftung Volksverein, die Steyler Missionsschwestern, die vor Ort leben und den TaK zusammen mit den Besuchern zu einem Ort der Begegnung und der Zugehörigkeit gestalten. Es war schön, dass Sr. Bettina Rupp, die viele Jahre mit Eddi Ideen entwickelt, den Ort aufgebaut und zu dem gemacht hat, was er heute ist, beim Fest dabei war. Die Eucharistiefeier in der voll besetzten Brandts-Kapelle wurde in italienischer und deutscher Sprache gehalten, denn die italienische Mission trifft sich schon viele Jahre regelmäßig im TaK.

Vor und nach der Einweihungsfeier nutzten die Besucher gerne die Gelegenheit, miteinander Erinnerungen auszutauschen und sich zu begegnen, beim reichhaltigen Kuchenbuffet am Nachmittag im TaK oder beim Stehempfang am Abend im den Räumen des St. Aloysius Kindergartens neben der Brandts-Kapelle.

Text: Sr. Luzia Schmuki SSpS

Ein musikalischer Gruß an Eddi und alle Verstorbenen, derer hier gedacht wird.
Der Steinmetz Werner Jacobs und der Künstler Christian Bauer.
Volles (Kirchen-)Haus bei der Eucharistiefeier.
So bleibt Eddi den Menschen in Erinnerung.