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Professerneuerung von Sr. Francis

Bereits zum vierten Mal legte Sr. Francis Alvares Martinez ihre zeitlichen Ordensgelübde ab. Doch zum ersten Mal in Deutschland. Denn die junge Schwester stammt eigentlich aus Paraguay und ist vor sieben Monaten im Rahmen ihrer Ordensausbildung zu uns gekommen.

Sr. Francis ist Junioratsschwester. Das heißt, sie befindet sich in der sechs- bis neunjährigen Ordensausbildungsphase, die auf das Noviziat folgt. Es ist eine Zeit des tieferen Hineinwachsens in die Gemeinschaft und in das missionarische Ordensleben. Dazu gehört auch die konkrete Auseinandersetzung mit den Gelübden der gottgeweihten Ehelosigkeit, des apostolischen Gehorsams und der evangelischen Armut im Alltag. In dieser Phase wird eine Bindung an die Gelübde noch nicht gleich ein für alle Mal versprochen, sondern jährlich erneuert. Sr. Francis hat das nun zum vierten Mal getan.

Seit Juli letzten Jahres ist Sr. Francis in Deutschland. Auch das kann Teil der Ordensausbildung im Juniorat sein: eine missionarische Erfahrung in einem anderen Land und in einer anderen Kultur zu machen. Die ersten Monate verbrachte Sr. Francis zum Sprachstudium in Frankfurt. Seit einigen Wochen gehört sie nun zur Gemeinschaft in Mönchengladbach. Auch von hier aus wird sie weiterhin die Sprachschule besuchen, sich zugleich aber auch im Treff am Kapellchen (TaK) engagieren und so viele Gelegenheiten haben, das Gelernte ins gesprochene Wort umzusetzen.

Im TaK fand auch die Gelübdefeier statt. Viele Menschen waren gekommen: Die "TaKler", die den Treff Woche für Woche mit Leben füllen, sowie Mitschwestern aus Frankfurt, Steyl und Wimbern. Der Gottesdienst wurde musikalisch u.a. von Sr. Francis‘ Mitschwestern im Juniorat gestaltet. Dabei durfte auch der lateinamerikanische „Missionsschlager“ schlechthin nicht fehlten: "Llevame" (frei übersetzt: Bringe mich dorthin, wo die Menschen dein Wort und meine Lust am Leben brauchen).

Das Gelübdegebet selber sprach Sr. Francis in Deutsch, während sie eine der Fürbitten in Guarani betete, der Sprache der indigenen Bevölkerung ihres Heimatlandes Paraguay, mit der sie zuvor gearbeitet hatte. Da neben Sr. Francis auch noch Schwestern aus anderen Ländern gekommen waren, gab es die weiteren Fürbitten außerdem in Spanischer, Indonesischer, Vietnamesischer und Deutscher Sprache zu hören.

So wurde in der Feier beides spürbar: dass wir eine internationale, missionarische Gemeinschaft sind – und, dass wir Frauen sind, die versprechen, ihr Leben in den Dienst Gottes zu stellen. Gut passte auch, dass das Bistum Aachen die Ordensgemeinschaften in diesem Jahr dazu aufgerufen hatte, den Tag des geweihten Lebens da, wo sie leben und wirken, zu feiern, wie Sr. Luzia Schmuki (Leiterin der Gemeinschaft und des TaK) zu Beginn des Gottesdienstes erwähnte. Passend war auch das Tagesevangelium vom "Salz der Erde". Probst Peter Blättler, der der Eucharistiefeier vorstand, brachte das Salz-Sein der Christen so auf den Punkt: Es ist ein Leben wider die Gleichgültigkeit und ein schulterzuckendes "Mir doch egal".

Mit ihrer Professerneuerung hat Sr. Francis ein Zeichen gesetzt, dass es ihr nicht egal ist, worum es in ihrem Leben geht. Sie hat Gott erneut Ja gesagt. Wir freuen uns mit Sr. Francis über ihr erneutes Ja und dass sie dem hier mit uns in Deutschland Ausdruck verleihen will.

"Ich bin bereit" - diese Worte stehen am Beginn einer jeden Gelübdeablegung.
Dann wird die Professkerze an der Osterkerze angezündet.
Sr. Francis verspricht ein Leben in gottgeweihter Ehelosigkeit, apostolischem Gehorsam und evangelischer Armut.
Viele Menschen stärken ihr dabei den Rücken.
Sr. Francis und Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler unterzeichnen das Gelübdeformular.
Die Fürbitten wurden in Guarani, Deutsch, Vietnamesisch, Spanisch und Indonesisch gesprochen.
Anschließend haben die Schwestern im TaK weitergefeiert.
Sr. Francis (Mitte) froh mit Sr. Coelia (li.) und Sr. Bettina (re.).

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