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Weiberfastnacht im Kloster

"Schlechte Laune ist an der Garderobe abzugeben", hieß es im Heilig-Geist-Kloster Wimbern. Und dann ging es auch schon weiter: in einen bunt geschmückten und bunt gefüllten Saal voller Schwestern, die für die Karnevalsfeier ihre Alltagskleider einmal an den Haken hingen.

"Hauptsache bunt" war das Motto vieler Schwestern beim Griff in die Kostümkiste. Und bei so einigen durfte auch die Perlenkette und der Lippenstift nicht fehlen. Unter all den bunten Hüten oder eingewickelt in bunte Tücher konnte man so manches Gesicht gar nicht wiedererkennen. Und selbst wer das Ordenskleid und den Schleier anbehielt, gab ihnen mit bunten Accessoires eine neue Note.

Das gemeinsame Programm im Festsaal startet mit einem Lied, dann wurde die Festordnung verlesen. Paragraph 4: "Falls es regnet, findet die Feier bei schlechtem Wetter statt". Tatsächlich, von draußen schlug bei starkem Wind immer wieder der Regen gegen die Fensterscheiben, dann wieder strahlte die Sonne in den Saal – und die Feier fand statt. Nicht nur die Rheinländerinnen hatten ihren Spaß, sondern "sogar" auch diejenigen aus Westfalen oder dem Sauerland.

Viele Schwestern brachten sich mit karnevalistischen Einlagen ein: Sketche, Büttenreden, ein Stuhltanz und eigens gedichtete Lieder. Mit viel Humor nahmen sie dabei hier, im Altenheim der Provinz, ihr eigenes Alter auf die Schippe. So wie mit dem "Rollator-Song", vorgetragen von der Gruppe mit den ältesten Schwestern und meisten Rollatoren im Haus. Oder mit einer Rede über die Zeitungen, die neuerdings so Kleingeschriebenes drucken. Ein Vortrag über die Arche Noah, welche Meckerziegen, alberne Gänse und alte Drachen mit an Bord hatte, erinnerte daran, dass "jedes Tierchen sein Pläsierchen" hat – oder Karnevalistisch gesprochen: Jeder Jeck ist anders!

Hauptsache gut gelacht! Denn – das wusste schon unsere Mitgründerin Mutter Josefa –: "Heiterkeit ist Heiligkeit"! Alaaf und Helau!