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Mitfeier der weihnachtlichen Festzeit im Dreifaltigkeitskloster Laupheim

Sr. Hedwig Maria Fischer mit einigen Gästen beim Kräuterkissen nähen.

Jedes Jahr trifft sich in Laupheim eine ganze "Weihnachsfamilie", um mit den Schwestern die weihnachtliche Festzeit im Kloster zu verbringen. Auch neue Teilnehmer sind immer willkommen. Eine Teilnehmerin, die schon mehrmals mitgefeiert hat, berichet.

Die Zeit vom 23. bis 29.12.2016 verbrachte ich, wie bereits in den vergangen Jahren, wieder als Gast im Kloster. Thema des diesjährigen Aufenthalts war: "Ein Kind ist uns geboren…."

Bei meiner Ankunft erfuhr ich, dass einige Schwestern aus der Schweiz gekommen waren und beim Anblick des festliche geschmückten Hauses erhöhte sich die Vorfreude auf die Weihnachtstage.

Nach dem Abendessen wurden wir begrüßt und sangen Weihnachtslieder. In der Vorstellrunde lernten sich die Teilnehmerinnen kennen. Dabei wurden die Gäste, die zum ersten Mal dabei waren, im Kreis unserer "Weihnachtsfamilie" herzlich aufgenommen. Schwester Hildegard gab uns eine Vorschau auf das Programm und den Ablauf der kommenden Tage sowie die Möglichkeit, unsere Erwartungen zu äußern. Auch bot sie einen Rundgang durch das Haus an.

Nach dem Abschluss in der gemeinsamen Runde erwarteten wir Heiligabend, der mit einem Impuls für den Tag begann. Durch die Abbildung der Krippenfiguren aus der Kapelle, deren Figuren aus einer Oberammergauer Holzbildhauerei stammen, hatten wir Maria, Josef und das Jesuskind vor Augen. Im gemeinsamen Gespräch tauschten wir unsere Eindrücke bei der Betrachtung der dargestellten Personen aus. Anschließend bestand die Möglichkeit zum Beichtgespräch.

Die Einstimmung auf Heiligabend im Atrium des Hauses gestalteten die Schwestern mit einer Erzählung von drei Bäumen und ihren Wunschvorstellungen. So rückt die Zeit der Christmette rasch näher, zu der auch zahlreiche Laupheimer Bewohner gekommen waren. Mit der Hausgemeinschaft der Schwestern klang der Abend beim Singen der Weihnachtslieder aus.

Am 25. Dezember machte sich ein Teil von uns auf, in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Laupheim Eucharistie mit einer Orchestermesse zu feiern. Beim Fernsehen empfingen wir danach den päpstlichen Segen Urbi et Orbi. Auch Weihnachten ohne Schnee war geeignet für einen ausgiebigen Spaziergang nach dem Mittagessen und nach dem Vespergottesdienst und dem Abendessen saßen wir in trauter Runde beisammen.

Der zweite Weihnachtstag stand mit dem Martyrium des heiligen Stephanus in Kontrast zum freudigen Weihnachtsgeschehen. Doch damit wurde uns bewusst, dass Nachfolge für Christen auch mit Leid und Verfolgung verknüpft ist. Die Aufforderung, uns als Christen nicht herauszuhalten, sondern uns einzubringen, erleichtert uns die Gewissheit, dass Gott für uns da ist. So nehmen wir die Gedanken der Predigten als Anlass zur Reflexion. Mit Weihnachtsgeschichten, Mandala malen oder gemeinsamen Spiel verging die Zeit im Nu.

Interessant waren besonders für die "Neuen" die Filme über die Steyler Missionarinnen "Es begann an der Maas" sowie über die Anbetungsschwestern, die ihr Leben in kontemplativer Abgeschiedenheit verbringen und das tätige Wirken ihrer Mitschwestern in der ganzen Welt mit ihrem Gebet unterstützen.

Auch durch das Meditieren von Schrifttexten und der Laudes in der Kapelle gestalteten sich die weiteren Vormittage sehr besinnlich, während nachmittags unter der Anleitung von Dagmar Blumenthal wunderschöne Seidentücher entstanden und so die eigene Kreativität zur Entfaltung kam. Schwester Hedwig gab uns bei der Herstellung von Kräuterkissen, Gewürzsternen und Lebkuchenmännern wertvolle Tipps. Beim meditativen Tanzen zeigte uns Schwester Gabriella auch einen Tanz aus ihrer indonesischen Heimat.

Viel zu schnell war die Zeit auch dieses Mal vergangen. Noch einmal saßen wir nach dem Rückblick auf die gemeinsam verbrachten Tage in gemütlicher Runde mit heiteren Beiträgen beisammen, dann begann nach dem Frühstück am nächsten Tag die Heimreise. Einige äußerten den Wunsch, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen und mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedeten wird uns von den Schwestern, die uns so liebevoll begleiteten hatten sowie vom Küchenteam, das uns mit leckeren Speisen verwöhnte.

Die wertvollen Eindrücke unseres Aufenthaltes sowie die Kraft, die wir durch die Zeiten der Stille und die Begegnung in der Gemeinschaft gewonnen haben, begleiten uns auf unserem Weg nach Hause.

Text: Christa Dollmann, Mannheim

An einem Nachmittag entstanden Seidentücher.
Plausch nach getaner Arbeit.
Weihnachtlich geschmückt Kapelle der Gruppe Dornbusch.
Krippe im Atrium.

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Veröffentlicht: 10.01.2017 / Sr. Michaela Leifgen SSpS