Trigger

Horizonte weiten - Oasentag im Dreifaltigkeitskloster Laupheim

Groß war das Interesse am diesjährigen Oasentag zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. 23 Frauen waren ins Dreifaltigkeitskloster Laupheim gekommen, um sich bewusst einen Tag Auszeit und Vorbereitung auf die Fastenzeit zu nehmen.

Oberin Sr. Hildegard Ossege begrüßte die Teilnehmerinnen und stimmte sie mit einer Einholübung auf den Tag ein. Bei der anschließenden Vorstellung mithilfe eines selbstgemalten Namensschildes entstanden erste persönliche Eindrücke. Der prägende Impuls des Vormittages war dann die Bibelarbeit zu Numeri 13. Bewusst wurde das ganze Kapitel in den Blick genommen. So wurde beim Austausch deutlich, dass Gott am Anfang steht, die Horizonterweiterung viele positive Erfahrungen mit sich bringt, es aber immer auch Widerstände durch die Umwelt gibt, die einen hindern sich auf den Weg zu machen. Spannend war auch die Frage angesichts der Eroberungspläne der Israeliten, ob eigene Horizonterweiterung das Recht gibt, die Interessen der anderen zu missachten.

Sr. Bernadette Dunkel nahm die Teilnehmerinnen anschließend mit einem meditativen Tanz im "Pilgerschritt" symbolisch mit auf den Weg. Auch hier ging es nicht stetig voran, immer wieder gab es kleine Rückschritte.

Bevor es zum einfachen Fastenmittagessen ging, machten sich die Frauen anhand eines geistlichen Impulses von Sr. Bernadette noch Gedanken zum Thema "Horizonterweiterung ist erlaubte Neugierde". Grundlage war ein Text von Leonardo da Vinci.

In der Mittagspause nützten die Frauen, die zum ersten Mal gekommen waren, die Gelegenheit, das Kloster bei einer Hausführung mir Bildungsreferentin Gerlinde Wruck kennenzulernen oder tanzten bei strahlendem Sonnenschein mit Sr. Bernadette Dunkel nochmal den Pilgertanz vom Vormittag im Labyrinth des Klostergartens.

Am Nachmittag galt es dann, "aus der Enge in die Weite" zu gehen. In Workshops konnte der Horizont mithilfe von Schatzkarten, einer Geschichte und eines Granatapfels erweitert werden. Nach einer Kaffeepause mit der schon obligatorischen Fastenbrezel galt es, das Gehörte praktisch, kreativ zu gestalten. Aus zwölf "Schlüsseln", die Vorschläge für Themen in der Fastenzeit enthielten, konnten sieben ausgewählt werden, die "Schlüssel" zur Horizonterweiterung in der Fastenzeit werden könnten. Mit viel Freude gingen die Frauen ans Werk und gestalteten "ihren" persönlichen Schlüssel für die Fastenzeit!

Sr. Hildegard sprach zum Abschluss einen Segen und Gerlinde Wruck überreichte jeder Teilnehmerin noch eine Rose. Vielfach bereichert und beschenkt gingen die Teilnehmerinnen nach Hause oder auch noch in die anschließende Heilige Messe zur Erteilung des Aschekreuzes.


Text+Fotos: Gerlinde Wruck