Trigger

"Rhythmische Heilkräfte des Lobgesangs Mariens"

Unter diesem Motto trafen sich am ersten Februarwochenende zehn Frauen im Dreifaltigkeitskloster in Laupheim, um gemeinsam mit Sr. Gabriella Nahak das Wochenende mit meditativem Tanz zu verbringen. Dagmar Blumenthal, eine Teilnehmerin, berichtet.

Während des Abendessens wurden wir von Oberin Sr. Hildegard Ossege begrüßt, die uns ein gutes Miteinander wünschte. Nach dem Pilgertanz, den wir um die liebevoll von Sr. Gabriella gestaltete Mitte mit Maria tanzten, folgte die Vorstellungsrunde. Jede Teilnehmerin durfte sich ein oder zwei Bilder aussuchen, um dazu ihre Gedanken, Wünsche und Vorstellungen auszudrücken. Nach mehreren Tänzen und dem Segenstanz "Lobe den Herrn" endete der erste Abend.

Den Samstag begannen wir mit einem Gebärdentanz – dazu hatte Sr. Gabriella das "Veni Sancte Spiritus - Komm heiliger Geist" ausgesucht. Nach verschiedenen Tänzen beteten wir gemeinsam den Psalm 23 und hörten aus dem Evangelium den Lobgesang Mariens. Als Impuls gab es dann ein Video mit einem Text des bekannten niederländischen Theologen und Dichters Huub Osterhuis. Bei Fürbitten konnten wir persönliche Anliegen für Menschen, die wir besonders im Herzen tragen, vorbringen. Darin wurde von zwei Teilnehmerinnen auch besonders Sr. Sermata eingeschlossen die am Tag vorher verstorben war. Daran anschließend haben wir das "Vater unser" getanzt.

Nach Mittagessen und Kaffeepause haben wir uns am Labyrinth getroffen. Sr. Gabriella stellte eine Textmeditation voran und dann haben wir uns im Pilgerschritt zu meditativer Musik bewegt. Etwas durchgefroren ging es dann zurück in die Wärme des Klosters. Dort war jetzt Kreativität gefragt. Wir durften nach eigenen Vorstellungen eine Kerze verzieren. Es sind in relativer Stille mit Musik tolle Werke entstanden.

Natürlich durfte bei einer indonesischen Lehrmeisterin ein temperamentvoller Tanz von ihrer Heimatinsel Timor nicht fehlen.

Nach dem Abendessen haben wir dann unsere zwei Tänze für den Gottesdienst am Sonntag direkt in der Kapelle geübt. Nach einigen Liedern und dem Segenstanz ging dann auch schon der Samstag zu Ende.

Mehr oder wenig aufgeregt haben wir am Sonntag noch mal unsere Tänze geübt, um daran anschließend mit unseren Tänzen "Lobe den Herrn meine Seele" und dem "Vater unser" den Gottesdienst mit zu gestalten. Dies ist immer einer der Höhepunkte des Wochenendseminars und wir hoffen natürlich, dass wir den Schwestern und den Besuchern von außerhalb eine Freude bereiten konnten.

Um nach dem Frühstück wieder in Stille zu kommen, begannen wir wieder mit dem Pilgertanz. Mehrere Tänze, ein Gespräch über Glauben, ein "Reihumgebet" und eine Schlussreflexion beendeten den Sonntagvormittag.

Nach dem Mittagessen hieß es noch mal Danke sagen an Sr. Gabriella für ihre tolle Organisation und der Wunsch nach einem Wiedersehen war nicht zu überhören.


Fotos: Dagmar Blumenthal & Gerlinde Wruck