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Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?

Zwölf Frauen waren der Einladung zum ersten Basenfasten-Wohlfühl-Wochenende, am ersten Märzwochenende in Laupheim, gefolgt. Die Sehnsucht vieler Teilnehmerinnen nach Erholung vom anstrengenden Alltag wurde schon in der Vorstellungsrunde spürbar.

Die beiden Referentinnen des Wochenendes, Sr. Lucia Reyering und Gerlinde Wruck, begegneten dieser Sehnsucht mit einem ganzheitlichen Konzept, in dem sowohl Einheiten für den Geist, als auch Wohltaten für den Körper den ganzen Menschen in den Blick nahmen, im steten Wissen um die Verbindung von Geist und Körper.

Bereits die Mitte gab erste Hinweise darauf. In Anlehnung an einen Text von Bernhard von Clairvaux standen in der Mitte zwei Schalen. Clairvaux sagte einmal zu einem Freund, dass erst die eigene Schale gefüllt sein muss, bevor sie etwas weitergeben kann.

Körpergebet am Morgen, Einheiten zum Darm und Entschlackungsmöglichkeiten wurden von Sr. Lucia mit viel Liebe dargestellt. Bei ausgedehnten Spaziergängen durch Laupheim lernten die Frauen viele interessante Plätze Laupheims kennen, den unter Denkmalschutz stehenden Wohnturm des Bademeisters, Schloss Großlaupheim und auch die vielen von Krähen besetzten Bäume, die sich nicht vertreiben lassen.

Nach dem Mittagessen war Gelegenheit zum Leberwickel, mit hauseigenen Kräutertees. Mit viel Interesse hörten die Teilnehmerinnen am Nachmittag Sr. Lucias Ausführungen zu den Meridianen oder auch den Reflexzonen von Darm, Leber und Niere zu, um dann in gegenseitiger Partnermassage das Gehörte auszuprobieren. Highlight war dann das basische Fußbad, das unter Anleitung von Gerlinde Wruck selbst hergestellt wurde. Bei Kerzenlicht und leiser Musik wurden auch die Gespräche immer weniger. Nur noch Sr. Lucia war zu hören, die auf Wunsch warmes Wasser nachfüllte.

Während des zweiten Fußbades am Samstag, konnten die Frauen Gerlinde Wruck zuschauen, die eine Lymphsalbe kochte, die alle mit nach Hause nehmen durften, um sich nach einem anstrengenden Tag etwas Gutes tun zu können.

Am Abend war dann ein Aufsatz von Sr. Gabriele Hölzer Thema, den sie in "Geist und Auftrag" veröffentlicht hatte: "Unser Leib – ein heiliger Ort", der passender für dieses Wochenende nicht hätte sein können. Mit einem meditativen Tanz wurde der Abend beendet.

Jeden Tag auf’s Neue begeisterten die Frauen, die köstlichen Suppen, Salate und Hauptmahlzeiten. Obwohl einige Frauen schon zum wiederholten Mal gekommen waren, schaffte es Claudia Renz, wieder neue, wundervoll schmeckende Gerichte zu zaubern!

Am Sonntag leitete Sr. Lucia zum Abschluss eine Brunnenmeditation an  – jede Schale des Brunnens nimmt und gibt – die das Wochenende sehr stimmig zusammenfasste. Auch das wurde wieder in der Raummitte veranschaulicht durch einen leise plätschernden Zimmerbrunnen.

So gingen die Teilnehmerinnen mit "gefüllten Schalen" nach Hause, schon Pläne schmiedend für ein Wiedersehen im nächsten Jahr.


Text und Fotos: Gerlinde Wruck