Trigger

Hallo, Hello, Hola, Maayong adlaw, Namaste!

Nach einem Jahr saßen wir dann plötzlich wieder Alle zusammen - ein Jahr, das für Einige ganz schnell herum ging, ganz anders war als die vorherigen Lebensjahre und welches wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Wir, das sind die Missionarinnen auf Zeit (MaZe), die ihren Einsatz 2018/2019 in ganz verschiedenen Ländern dieser Welt verbracht haben. Dazu zählen Indien, die Philippinen, Bolivien und Argentinien. So vielfältig es klingt, so vielfältig waren auch die gemeinsamen Tage, die wir vom 04.09. bis 08.09.2019 in Steyl auf dem Rückkehrerseminar gemeinsam verbracht haben. Sicherlich sind wir durch dieses Jahr verändert, doch das Seminar im Mutterhaus der Steyler Schwestern fühlte sich an wie ein Heimkommen. Es dauerte nicht lange und wir quatschten kräftig bei der leckeren und so typischen Schlammbowle am ersten Abend über vieles, was wir an Eindrücken mitgebracht haben, aber auch über die neuen Eindrücke des Heimatlandes Deutschland. Ein paar hatten sich schon ganz gut eingelebt, doch die Ein oder Andere war erst seit kurzem wieder „Zuhause“.

So war es gut, aus dem eingekehrten „Alltag“ in Deutschland herauszutreten und sich noch einmal im Rückblick mit diesem Jahr zu befassen. Wie habe ich gelebt? Was bringe ich mit? Und wie hat es mich verändert? Es war schön, uns gegenseitig von unserer Zeit zu berichten und zu sehen, wie das Lächeln aus den Gesichtern nicht weichen wollte, wenn man über das Jahr sprach. Jede von uns hat einen dicken Koffer mitgebracht (auch wortwörtlich ;)) voller Dinge aus den Kulturen, von den Menschen und Geschichten, an denen wir teilhaben durften. Deutlich wurde dies auch an einem Kulturabend, den wir in Mönchengladbach im TAK veranstalteten. Im Vorhinein wurde kräftig überlegt, welches Lied, welchen Tanz und - besonders wichtig - welches traditionelle Essen man kochen könnte. Wir hatten unheimlich Spaß daran uns gegenseitig, aber auch den eingeladenen Gästen an diesem Abend unsere ganz eigenen Schätze aus diesem Jahr zu zeigen und zu teilen. Nachdem wir den „Reiseproviant“ vorbereitet hatten und die Fritteusen doch deutlich zu schätzen gelernt hatten, ging es los auf die Reise rund um den Globus. Mit Bildern, Tänzen, Liedern und Animationen nahmen wir uns gegenseitig und die Gäste mit auf unsere Weltreise.
 

Neben dem Rückblick haben wir die Zeit, die vor uns liegt, betrachtet. Wie kann ich die Dinge, die ich über das Jahr gelernt habe, in mein Leben hier in Deutschland einbinden? Es wurde diskutiert und überlegt. Jetzt heißt es für uns Alle, einen Weg zu finden, um unsere eigenen „mazigen“ Schritte hier in der Heimat zu gehen. Etwas „anders“ zu leben - aktiv zu sein und sich der eigenen Verantwortung in der Gesellschaft bewusst zu werden.  Wir freuen uns schon Alle auf die Rückkehrer-Aktion in Frankfurt und sind glücklich, diese Gemeinschaft gefunden zu haben, die uns auch in der bevorstehenden Zeit Halt geben wird.