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„Die Liebe Christi drängt uns Steyler zu den Menschen in Not“

Pilgerweg zu den Klausurschwestern

Unter diesem Motto fand am Palmwochenende in Steyl das Treffen der „Steyler Familie“ statt. Es haben sich Ordensmitglieder – Patres, Brüder und Schwestern –  sowie Steyler Freunde und Partner, darunter Mitglieder der MHGG, MaZ, Angestellte und Förderer in St. Michael eingefunden.

Beim diesjährigen „Steyler Familientreffen“ im Klosterdorf stand „fühlen wir uns gedrängt zu den Menschen in Not“ im Mittelpunkt. Anhand der Ausstellung und des Kurzfilms „100 Tage in den Klosterkellern von Steyl“ empfanden die Teilnehmenden die ganz besondere Not der Frauen und Kinder (1944 – 1945) während des 2. Weltkriegs in Steyl nach. Frauen und Kinder sind uns gerade heute ein Beispiel für die aktuellen Themen von Verfolgung, Flucht und Migration, weil sie meist die Leidtragenden sind.

Wie wir Steyler Missionsschwestern in der heutigen Zeit versuchen, eine Antwort auf das „Drängen der Liebe Christi“ bei Menschen in Not zu geben, davon berichtete Sr. Radegundis Kaufmann anhand einiger Fotos von unserer Schwesterngemeinschaft in Athen bei den Geflüchteten. Das Hören und Sehen; in den Keller vor Ort in St. Michael gehen; sich der Situation einer Not zu stellen ist und bleibt eine Herausforderung. Die Kraft zu helfen und mitzutragen kommt einzig und allein aus der Liebe Christi.

Am Samstagnachmittag fanden sich die Teilnehmenden und andere Besucher nachmittags in der Unterkirche von St. Michael ein. Der Auftakt zur „Prozession der Passion“ erinnerte noch einmal an die „100 Tage in den Klosterkellern von Steyl“. Betend pilgerten wir zu den Klausurschwestern. In deren Kapelle erinnerten wir uns an die Verfolgung der Christen in China in den Jahren 1932 – 1949. Anschließend zogen wir bei uns in die Seitenkapelle des Mutterhauses ein. Am Sarkophag unserer Mütter Maria und Josefa hielten wir inne und wurden an das Wirken unserer Mitschwestern in Athen erinnert.

Nach dieser dritten und letzten Station sagte mir ein Steyler Förderer: „Es ist die Liebe Christi, die uns drängt, gemeinsam Gutes zu tun und Menschen in Not zu helfen. Gemeinsam sind wir stark.“

Zum Abschluss fanden wir uns bei einer Erfrischung und zur Begegnung im Arnold-Janssen-Saal ein. Meine letzten Gedanken an diesem Samstagabend waren Dankbarkeit für die Zugehörigkeit zur Steyler Familie und die Gewissheit, dass etwas Gutes geschehen ist.

Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid SSpS

Sr. Charlotte SSpS, Judith Kolster und Sr. Maria Gabriele freuen sich auf die Prozession
Erste Station in der Steyler Unterkirche
Zweite Station bei den Klausurschwestern