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Ein Freudentag in Steyl

Die Kapitularinnen beten am Sarkophag des Gründers

Zu einem sehr seltenen Ereignis kam es Ende Juli in Steyl: Zum Abschluss ihres Generalkapitels kamen 30 Steyler Anbetungsschwestern zu einem Gottesdienst in der Unterkirche von St. Michael in Steyl zusammen. Am Nachmittag waren die Kapitularinnen zu Gast im Herz-Jesu-Kloster

Das Generalkapitel der Anbetungsschwestern fand im Generalat in Bad Driburg statt. Die 30 Schwestern kamen nicht in ihrer Rosa Tracht, sondern in Grau gekleidet mit dem Bus nach Steyl. Sr. Radegundis Kaufmann und ich, Sr. Antonia Schmid, folgten der Einladung am Abschlussgottesdienst in der Unterkirche teilzunehmen.

Pater Antonio Pernia SVD, früherer Generalsuperior der Steyler Missionare, begleitete die Schwestern während ihres Generalkapitels. Er stand auch dieser Eucharistiefeier vor. Unsere Steyler Mitbrüder, Steyler Freunde und Partner sowie wir zwei Steyler Missionarinnen rundeten die Anwesenheit der Steyler Familie ab. „Für unseren Gründer ist die richtige Haltung vor Gott die Anbetung“, sagte P. Pernia in seiner Predigt und ermutigte die Anbetungsschwestern in ihrem Sendungsauftrag und Dienst für unsere Welt.

Das Koordinierungsteam der Steyler Freunde und Partner hatten am Sarkophag unseres Gründers Arnold Janssen für jede Kommunität der Anbetungsschwestern in einem Leinenbeutel die vier Steyler Kerzen vorbereitet. „Arnold Janssen hat von Anfang an Laien in die Gründung seines Missionswerkes einbezogen“, sagte Bernd Hunstig vom Koordinierungsteam der Freunde und Partner. „Die vierte Kerze, die wir vor drei Jahren das erste Mal aufgestellt haben, steht für die vielen tausend Steyler Freunde und Partner rund um den Erdball. Es wäre schön, wenn diese Kerzen in allen Klöstern und Niederlassungen als Symbol der Gemeinschaft und der Zusammengehörigkeit stehen würden.“

Diese sichtbare Idee ist erstmalig und absolut ein „Highlight“ unserer Steyler Familiengeschichte. Die neu gewählte Generaloberin Sr. Maria Magdalena Kruse bedankte sich herzlich dafür. Ein Empfang in der Aula von St. Michael rundete den Vormittag ab. Zur Mittagszeit fanden sich die 30 Kapitularinnen in ihrem eigenen Mutterhaus ein.

Am Nachmittag erwarteten wir die Anbetungsschwestern bei uns im Herz-Jesu-Kloster. Zunächst besuchten wir die Kapelle unserer Mitgründerinnen Mutter Maria und Mutter Josefa. Ein besonderes Augenmerk haben wir auf unsere Kreuzkapelle gelegt, denn zu Gründungszeiten war dies die Kapelle der Anbetungsschwestern. Danach haben wir die Kapitularinnen überrascht: Mitschwestern unseres Mutterhauses, Missionare auf Zeit, Teilnehmende des Freiwilligendienstes Mission Beyond Borders und die derzeitigen Terziarinnen warteten im Arnold-Janssen-Saal. Mit einem Klatschkonzert haben sie die Anbetungsschwestern empfangen! Dann ging ein wahrhaftig freudiger Begrüßungsrausch los! Wer nicht weiß, was EWIGKEIT bedeutet, kann das bei Begrüßungen und Verabschiedungen innerhalb der Steyler Familie erfahren!

Bei einer Erfrischung blieb dann Zeit zum regen Austausch in English, Spanisch, Portugiesisch, Bahasa Indonesia, Tagalog, Französisch und Deutsch. Ein besonderer Höhepunkt war die Ansprache der ehemaligen Generaloberin Sr. M. Elizabeth Klein und der neuen Generaloberin Sr. M. Magdalena Kruse. Die Missionare auf Zeit, die Mission Beyond Borders-Freiwilligen, die Leiterinnen des Terziates, Sr. Gracy Anthony und Sr. Leoni Pregunta, sowie Sr. Odila Bremers und ich informierten zu den derzeitigen Gruppen im Herz-Jesu Kloster.

Eigentlich war diese Zeit viel zu kurz und wir hätten gerne noch mehr voneinander erfahren.
Nach dieser Begegnung hatten die Anbetungsschwestern noch eine Hausführung bis hinüber auf die andere Straßenseite zu ihrem Mutterhaus. Mit Segenswünschen verabschiedete ich die Gruppe in der Hoffnung, dass ein solcher FREUDENTAG in Zukunft wieder stattfinden kann.

Sr. Antonia Schmid SSpS

Abschlussgottesdienst in der Unterkirche von St. Michael
Die vier Steyler Kerzen
Sr. M. Elizabeth (links) und Sr. M. Magdalena (rechts) sprechen zu den verschiedenenen Gruppen