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In seinem Geist unterwegs

Stehend (v.l.): Sr. Clara (50 Jahre), Sr. Cornelia, Sr. Marita und Sr. Irmhild (alle 60 Jahre)
Sitzend (v.l.): Sr. Eustachia und Sr. Anita (beide 65 Jahre)

Gleich sechs Profess-Jubiläen gab es am Pfingstwochenende im Heilig-Geist-Kloster in Wimbern zu feiern. Die Schwestern erneuerten ihr JA zu Gott und auch die Gemeinde war eingeladen, ihre persönliche Berufung zu bekräftigen.

„Mit unseren feiernden Mitschwestern danken wir Gott für ein reiches missionarisches Ordensleben, das unsere sechs Schwestern bis heute verwirklichen, die als Dienerinnen des Heiligen Geistes den Weg mit Jesus in Treue gegangen sind. Jede von Euch hat in vielfältiger Weise ihre missionarische Sendung mit Liebe erfüllt, und viele Menschen haben in verschieden Ländern von Eurem Dienst profitiert“, sagte Sr. Maria Elisabeth Hemkemeier, Leiterin der Kommunität in Wimbern, in ihrer Begrüßung.

Die sechs Jubilarinnen hatten Freunde und Verwandte zu Gast, darunter auch Pfarrer aus ihren Heimatgemeinden. Eisernes Jubiläum hatten Sr. Anita Fecht und Sr. Eustachia Nelskamp, Diamantenes Jubiläum feierten Sr. Cornelia Thier, Sr. Marita Fleißig und Sr. Irmhild Schmitz und ihr Goldenes Jubiläum durfte Sr. Clara Gabriele Loskamp begehen. Bis auf Sr. Cornelia, die in Steyl ihre Erstprofess gefeiert hatte, schloss sich für die Jubilarinnen ein Kreis: In Wimbern begann für sie damals mit der Erstprofess ihr „offizieller“ Weg mit den Steyler Missionsschwestern.

Ein paar Streiflichter aus den Leben der Jubilarinnen hatte Sr. Provinzrätin Sr. Luzia Schmuki zusammengetragen, die das „Unterwegssein in seinem Geist“ in den vielen Ordensjahren verdeutlichen:

"In seinem Geist unterwegs", war Sr. Anita in ihrem Dienst und den Begegnungen mit den vielen Menschen als Wirtschafterin und Pförtnerin in Rhede, Haan und Wimbern, in ihrer Aufgabe beim Missionsversand und dem leidenschaftlichen Einsatz ihrer handwerklichen Talente für die vielen Missionsbasare und Feste.

"In seinem Geist unterwegs“, war Sr. Eustachia in ihrer Aufgabe als Medizinisch Technisch Assistentin in den Krankenhäusern Wimbern und Haan. Später hat sie ihre Sprach- und Computerkenntnisse in den weltweiten Dienst unserer Kongregation gestellt im Generalat in Rom. Auch hier in Wimbern war ihr technisches Wissen eine große Bereicherung.

"In seinem Geist unterwegs", war Sr. Clara Gabriele als Medizinisch Technische Assistentin im Marienkrankenhaus Wimbern, als ambulante Altenpflegerin im Rheingau und dann als Seelsorgerin in Oberhausen, Rhede und jetzt in Wimbern.

"In seinem Geist unterwegs", war Sr. Cornelia als Krankenschwester an verschieden Orten in Österreich wie auch in Berlin, Solingen und Wimbern. Zu dieser Aufgabe gehörte auch das Anleiten von Krankenpflegeschülerinnen. Später arbeitete sie als Podologin und in der Betreuung.

"In seinem Geist unterwegs", war Sr. Marita als Gemeindereferentin und Diözesanreferentin für Mission, Entwicklung und Frieden in Köln, in der Gemeindepastoral im Rheingau und als Organistin und Chauffeurin in Wimbern.

"In seinem Geist unterwegs", ist Sr. Irmhild seit über 50 Jahren in unserer Ordensprovinz Brasilien-Nord. Hauptsächlich arbeitete sie in pastoralen und katechetischen Tätigkeiten in verschiedenen Pfarreien, mit Jugendlichen und in Armenvierteln. Daneben übernahm sie auch Aufgaben in der Verwaltung der Ordensprovinz. Nach ihrem Heimaturlaub wird sie wieder nach Brasilien zurückgehen.

„Ein ‚Unterwegs-sein in seinem Geist‘ setzt ein Beziehungsgeschehen voraus. Es liegt der Ruf Jesu zugrunde, ihm zu folgen. Ihr, liebe Jubilarinnen habt diesen Ruf gehört und Antwort gegeben in der konkreten Jüngerschaft in unserer Missionskongregation. Durch alle Höhen und Tiefen dieses Weges hat Euch das Vertrauen, die Freude und Treue von ihm gerufen zu sein, gestärkt“, dankte Sr. Luzia Schmuki ihren Mitschwestern. 

An der Stelle, an der sonst in der Eucharistiefeier das Glaubensbekenntnis gesprochen wird, werden erneuerten die Jubilarinnen ihre Ordensgelübde, die sie vor 50, 60 und 65 Jahren versprochen haben. Die Gelübde sind eine Weiterführung, Vertiefung und Konkretisierung des Taufversprechens. Ein JA zum Leben, zur Liebe und zur Freiheit in Christus. Daher wurde am Licht der Osterkerze, dem Symbol des auferstandenen Herrn, für jede Jubilarin eine Kerze entzündet.

„Wenn nun die Jubilarinnen ihre Ordensgelübde erneuern, sind wir alle eingeladen, unser JA zu unserer eigenen Berufung und Sendung in Ehe und Familie, in der Ordensgemeinschaft, in Beruf und Partnerschaft, in Kirche und Welt in unseren Herzen neu anzunehmen und zu bejahen. Es ist das JA zum Christsein in der konkreten Lebensform, in der wir leben. Es ist das JA zum Leben, zur Liebe und zur Freiheit in Christus“, fasste Provinzrätin Sr.Luzia Schmuki die Gelübde-Erneuerung zusammen.

Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst und zahlreichen Glückwünschen, fand sich die Festgemeinde zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen.

Sr. Maria Elisabeth Hemkemeier/Sr. Luzia Schmuki/Steffi Mager