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"25 Jahre gelebtes missionarisches Ordensleben"

Sr. Bettina, Sr. Stefanie und Sr. Leoni (von links) erneuerten nach 25 Jahren ihre Ordensgelübde

Das Herz-Jesu-Kloster in Steyl war am zweiten August-Wochenende ein Ort der Freude, der Begegnung und des Dankes: Sr. Leoni, Sr. Stefanie und Sr. Bettina feierten mit vielen Weggefährten ihre silbernen Professjubiläen.

Von nah und fern waren Familienangehörige, Freunde, Bekannte und Mitschwestern aus den Kommunitäten in Laupheim und Wimbern gekommen, um gemeinsam mit Sr. Leoni Prigunta, Sr. Stefanie Hall und Sr. Bettina Rupp "auf 25 Jahre gelebtes missionarisches Ordensleben", wie Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler es in ihrer Ansprache nannte, zurückzublicken. Außerdem erneuerten Sr. Christine Müller, Sr. Francis Alvarez und Sr. Maria Müller ihre Gelübde. Die Eucharistiefeier, für die Propst Peter Blättler von der Gemeinde St. Vitus Mönchengladbach ins Mutterhaus gekommen war, war bunt und vielfältig mit einer sehr schönen Atmosphäre. Sr. Leoni hatte drei ihrer Landsmänner eingeladen, die als Konzelebranten die Messe mitgestalteten. Es wurde in verschiedenen Sprachen gesungen und gebetet und ein wunderschöner Gabenbereitungstanz von einigen Schwestern getanzt.

Die extra für diesen Tag formierte in:spirit-Band unter der Leitung von Sr. Christine verlieh dem musikalischen Teil der Messe einen tollen Klang. Propst Blättler übertrug in seiner Predigt die Verklärung des Herrn (Lk 9, 28b-36) auf dem Berg Tabor auf die drei Jubilarinnen: "Die Schwestern haben sich ergreifen lassen und ihren Auftrag dann ergriffen, um andere teilhaben zu lassen."

Anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen an festlich eingedeckten Tischen, bei dem jeder in angeregte, fröhliche Gespräche vertieft war. Für eine besondere Einlage sorgte eine Gruppe aus dem TaK, kurz für Treff am Kapellchen aus Mönchengladbach, die in besonderer Weise mit Sr. Bettina verbunden ist. In gemeinschaftlicher Arbeit haben sie für die drei Jubilarinnen Kerzen verziert und jeweils ein feines Halstuch gebatikt. Auch für Sr. Maria, Sr. Cristine und Sr. Francis gab es eine Kerze. Nach einer kleinen Mittagspause und mit leckerem Kuchen gestärkt, trafen sich dann alle in der Aula für weitere Darbietungen.

Den Auftakt machten die Schwestern aus Frankfurt, die einen Bogen von Madeleine Debrel zum Leben in Gemeinschaft schlugen und verschiedene Sketche aufführten: Mit der Spiritualität ist es wie beim Fahrradfahren, man muss immer in Bewegung bleiben, sonst fällt es um und man kommt aus dem Gleichgewicht. Am Ende überreichten sie Sr. Bettina, Sr. Stefanie und Sr. Leoni die traditionelle silberne Handtasche und führten zudem die silbernen Schuhe ein. Als zweites führte das in:spirit-Team ein kurzes, lustiges Schauspiel vor und die Gruppe sang ein umgedichtetes Lied für die drei Jubilarinnen. Abgerundet wurden die Darbietungen von einer inszenierten Siegerehrung der Schwestern aus Mönchengladbach, die sowohl für die Jubilarinnen als auch für die Schwestern, die ihre Gelübde erneuert hatten, einen passenden, ulkigen Preis mitgebracht hatten. Alle formulierten Glückwünsche und kreativen Geschenke hatten einen ehrlichen, authentischen Charakter und man merkte an der Rührung und Freude aller, dass der Tag zu Ehren der Schwestern ein besonders schöner gewesen ist!

Text: Kathrin Hamann
Fotos: Helena Dietz

Zu den Jubilarinnen:
Sr. Leoni Pregunta ist auf den Philippinen geboren und in Cebu (im Süden der Philippinen) in unsere Kongregation eingetreten. Sie war in der Verwaltung und als Journalistin tätig. 17 Jahre lang lebte und wirkte sie als Missionarin in Brasilien. Seit 2016 lebt sie in der internationalen Gruppe „Wurzelspross“ im Mutterhaus, begleitet u.a. die Internationalen Tertiate und die Junioratsschwestern unserer Provinz.

Sr. Stefanie Hall studierte katholische Theologie und Latein, war Gymnasiallehrerin und arbeitete viele Jahre lang im Schuldienst. Einige Jahre lang war sie als Missionarin in Bolivien tätig. Heute leitet sie die Gästeabteilung in unserem Mutterhaus in Steyl und engagiert sich darüber hinaus als Geistliche Begleiterin und Exerzitienleiterin. Sie ist ebenfalls Mitglied der internationalen Gruppe „Wurzelspross“ im Mutterhaus und Assistentin der Provinzleiterin.

Sr. Bettina Rupp ist von Beruf Bankkauffrau und Sozialarbeiterin. Seit vielen Jahren setzt sie sich ein in der Begleitung der Missionarinnen auf Zeit. In Mönchengladbach hat sie den „Treff am Kapellchen“, kurz „Tak“ genannt, gegründet und zehn Jahre lang geleitet. Dann ließ sie sich auf eine neue Herausforderung ein, in Frankfurt eine neue Kommunität mit einem sozialpastoralen Schwerpunkt zu gründen. Sr. Bettina war viele Jahre in der Provinzleitung tätig. Seit einigen Jahren begleitet sie die am Ordensleben interessierten Frauen in den ersten Ausbildungsjahren.

Provinzleiterin Anna-Maria Kofler stellt die Jubilarinnen vor
Neben den Jubilarinnen erneuerten auch drei weitere Schwestern ihre Gelübde
Drei Junioratsschwestern erneuerten ihre Gelübde
Die extra formierte in:spirit-Band
Propst Peter Blättler (Mitte) zelebrierte die Heilige Messe
Schwestern der internationalen Gemeinschaft aus dem Mutterhaus
Die Festtafel
Ein besonderes Geschenk aus dem TaK (Treff am Kapellchen)
Sketche und Vorführungen rundeten den Feiertag ab