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Angesteckt vom Geist der Amazonas-Synode

Die schwangere Frau war eines der Symbole der Synode: Die Figur steht für das Leben, Fruchtbarkeit, die Mutter Erde und ist Teil der Kultur der Indigenen

Ein Hauch von Amazonien wehte Anfang Januar durch das Mutterhaus in Steyl. Regina Reinart, Referentin für Lateinamerika bei Misereor, informierte über die Amazonas-Synode.

Es war ein Herzensprojekt von Papst Franziskus: Im Jahr 2017 hatte der Pontifex die Amazonas-Synode angekündigt. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungszeit in Amazonien, fand die Synode vom 6. bis 27. Oktober 2019 in Rom statt. Einen kleinen Einblick konnten jetzt Missionsschwestern und Missionare aus Steyl und Umgebung sowie engagierte Männer und Frauen vom Niederrhein im Herz-Jesu-Kloster in Steyl gewinnen. Regina Reinart, Referentin für Lateinamerika bei Misereor, nahm die Zuhörenden mit auf die Amazonas-Synode in Rom. Sie übte mit den Anwesenden das „Synodenlied“, eines der meist gesungenen Lieder in Rom. Im Refrain heißt es: „Alles ist miteinander verbunden, als wären wir Eins, alles ist in diesem gemeinsamen Haus miteinander verbunden“. Die Referentin vermittelte Zahlen und Hintergründe zur Synode mit einer kurzen Powerpoint-Präsentation.

Mit einer ansteckenden Begeisterung berichtete Reinart vom Wirken des Heiligen Geistes unter den Teilnehmenden, feste Sitzordnungen, Verfahrensweisen und inhaltliche Vorgaben seien verändert worden. Auch Pater Michael Heinz SVD, Hauptgeschäftsführer von Adveniat, hatte den Eindruck: „Es weht ein neuer Geist in der Kirche!“ Es sei auch neu gewesen, dass alle Beteiligten aufeinander und besonders auf die Vertreter und Vertreterinnen der indigenen Völker gehört hätten, so Pater Michael Heinz. Während der Synode haben etwa 250 Teilnehmer in der Domitilla-Katakombe einen neuen Katakombenpakt unterzeichnet, dem sich jeder Christ durch seine Unterschrift anschließen könne.

Reinart hatte gehört, wie Papst Franziskus die Frauen ermutigt hat, sich einzubringen. Sie verwies darauf, dass im Abschlussdokument von der Stunde der Frauen und dem Beitrag der Ordensleute gesprochen wird. Die Hauptgeschäftsführer von Misereor, Pirmin Spiegel, und Adveniat, Pater Michael Heinz, schreiben im Vorwort zum deutschen Schlussdokument der Synode: „Die Sonderversammlung der Bischöfe mit einer bemerkenswert großen Beteiligung von Indigenen und Frauen, von Priestern, Ordensleuten und Laien wird die Kirche weiter verändern.“

Sr. Gabriele Hölzer SSpS

Hinweis: PDF-Dateien vom Schlussdokument stehen zum Download auf www.misereor.de und www.adveniat.de kostenlos zur Verfügung.