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Zusammen auf dem Weg – als Kirche – weltweit!

Der diesjährige Weltmissionssonntag steht unter dem Motto: „Selig, die Frieden stiften“ (Mt 5,9) – „Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“ und soll uns daran erinnern, dass wir Teil einer großen Weltkirche sind.

Ich glaube, gerade in diesem Jahr, haben wir sehr eindrücklich erlebt, dass wir Teil eines weltweiten Geflechts sind - darauf soll der Weltmissionssonntag ganz besonders aufmerksam machen!

Er lädt dazu ein, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen und neue Lebensrealitäten kennenzulernen. In Deutschland sind wir bereits seit einigen Monaten innerkirchlich auf dem Synodalen Weg unterwegs – kontroverse Themen wie das Diakonat der Frau, die Lebensform von Priestern, Leitungsstrukturen in Pfarreien und das kirchliche Ämterverständnis sind dabei immer wieder Schlagwörter. Die Corona Krise hat uns gezeigt, dass die Kirche, die wir in Deutschland kennen, nur sehr bedingt systemrelevant ist – vieles würde auch ohne sie funktionieren.

In der Weltkirche sieht das ganz anders aus. Im globalen Süden steht die Kirche vor anderen, viel existentielleren, Problemen. In vielen Ländern der Erde ist die Kirche die einzige Institution, die den Menschen Strukturen bietet, die wir in Deutschland ganz selbstverständlich vom Staat bekommen. In den Ländern, in denen es keine verlässliche Regierung gibt, ist die Institution Kirche das einzige Netzwerk, das über die nötige Infrastruktur verfügt, um möglichst vielen Menschen Hilfe zu bieten und sie mit dem Nötigsten zu versorgen – ganz unabhängig von deren Herkunft, Religion und Alter.

Sr. Ida Haurand

Video: Nigeria in der Corona Krise

Gebet zum Weltmissionssonntag

SELIG, die in Zeiten der Not zu ihrem Ursprung finden, die im Kreuz den Baum des Lebens erkennen, die Christus erfahren als Alpha und Omega. Sie werden überwinden, was trennt.

SELIG, die in Zeiten der Not Solidarität leben, die die Masken der Einsamkeit abstreifen, die in Gemeinschaft über sich selbst hinauswachsen. Sie werden die Welt erneuern.

SELIG, die in Zeiten der Not den Horizont offen halten,die Türen der Hoffnung auftun, die den Menschen Leben, Licht und Zuversicht bringen. Sie werden Frieden stiften.

Katharina Bosl von Pap