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Zusammen gegen den Menschenhandel

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Der 8. Februar ist das Fest der heiligen Josephine Bakhita, einer sudanesischen Ordensfrau, die als Kind die traumatische Erfahrung gemacht hat, ein Opfer von Menschenhandel zu sein. Um an sie zu erinnern, wird der internationale Gebetstag gegen den Menschenhandel begangen. 

In vielen Teilen der Welt ist der Menschenhandel eine Geißel, die jeden ohne Unterschied trifft, aber er betrifft vor allem die Ärmsten und diejenigen, die auf verschiedene Weise als "die Geringsten", die "Ausgestoßenen" unserer Gesellschaft definiert werden können. Diejenigen, die am Rande der Gesellschaft leben und die Schwächsten, wie Frauen und Kinder, sind die Opfer von Ungerechtigkeit und Missbrauch.

Eine Geschichte aus Italien:

"Mein Name ist Maryam. Ich hatte beschlossen, mein Land, Nigeria, nach dem Tod meines Vaters zu verlassen. Ich wollte meiner Mutter und meinen Brüdern helfen. Als ich mit dem Versprechen auf einen Job in Italien ankam, fand ich mich auf der Straße, unter der Leitung einer Madame, die mich physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt hat. Ich dachte, wenn die Schuld bezahlt ist, wäre ich frei von diesem Albtraum. Aber sie verlangten immer mehr und mehr Geld. Allein und ohne Papiere landete ich im Gefängnis, obwohl ich eigentlich das Opfer war..."

Dort traf Maryam auf eine Ordensfrau:

"...als ich Maryam im Gefängnis traf, erzählte sie mir ihre Geschichte und ich entschied, ihr zu helfen. Also überzeugte ich meine Gemeinschaft in Sizilien, sie in unserem Haus willkommen zu heißen, um Hausarrest vorzugeben. In diesen Jahren ist es Maryam gelungen, ihr Leben zu ändern und vielen jungen Menschen zu helfen, die wie sie in die Hände der Menschenhändler geraten waren. Heute ist sie glücklich: sie ist Mutter und ihre Familie ist wunderbar. So wie unsere Gemeinschaft, die sie als Tochter aufgenommen hat und in der sie immer noch als Erzieherin arbeitet".

Möge die heilige Bakhita für die vielen Josephine Bakhitas unserer Zeit Fürsprache einlegen.

Heilige Josephine Bakhita,
als Kind wurdest du in die Sklaverei verkauft
und hast unsägliches Elend und Leid ertragen.
Aus deiner Versklavung befreit,
hast du die wahre Erlösung in deiner Begegnung mit Christus und seiner Kirche gefunden.

O heilige Bakhita, hilf all denen, die ein Leben in Sklaverei fristen.
Sei du ihre Fürsprecherin bei Gott,
dass die Ketten ihrer Gefangenschaft gelöst werden.
Alle, die der Mensch versklavt, möge Gott befreien.
Spende den Überlebenden der Sklaverei Trost.
Lass sie in dir ein Beispiel des Glaubens und der Hoffnung sehen.
Steh du ihnen bei, dass ihre Wunden heilen.

Wir bitten dich um dein Gebet und deine Fürsprache
für jene unter uns, die in Sklaverei leben.
Amen.


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