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Auf dem heiligen Berg Oberschwabens

Es war die Idee von Herrn Mager, dem Vorsitzenden des Heimbeirates von St. Hildegard, mit den Schwestern aus Oberdischingen einen Ausflug zur Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist auf dem Bussen zu machen. Der Bussen (749 m) ist die höchste Erhebung Oberschwabens und wird auch der "Heilige Berg Oberschwabens" genannt.

Termin war der 4. Juli 2018 – und alle konnten mitkommen: die Steyler Schwestern Antonilda, Anna Christa, Brunoldis, Cordialis, Gertrud und Marie Lucie sowie die drei indischen Schwestern, die ebenfalls im Alten- und Pflegeheim St. Hildegard in Oberdischingen tätig sind: Sr. Mary, Sr. Siji und Sr. Sonya. Mit drei Autos (am Steuer Herr Mager, Frau Mager, Frau Fischer) fuhren wir Richtung Ehingen und dann über Seitenstraßen nach Uttenweiler-Offingen. Wunderschöne Landschaft – ideales Wetter.

Der Aufstieg vom Parkplatz hoch zur Kirche war recht steil – es gab aber unterwegs eine Bank zum Ausruhen. "Hock a bitzle na".

Die Kirche besichtigten wir mit Erläuterungen durch Herrn Mager. Was wir dabei sahen: Wunderbare Glasfenster (3 Chorfenster und je 7 Seitenfenster – hinter dem Altar), die Pietà, das Gnadenbild der Kirche sowie im linken Seitenaltar ein Replik der ursprünglichen Muttergottes, die 1726 von einer Auswanderin nach Hajos/Ungarn mitgenommen wurde. Und vieles mehr …

Gemeinsam stimmten wir ein Marienlied an, weitere Kirchenbesucherinnen stimmen mit ein, und zum Schluss sangen die drei indischen Schwestern in ihrer Sprache ebenfalls ein Marienlied – weiche, herrliche Melodie.

Auf dem großen Vorplatz der Kirche bestaunten wir ausgiebig die Landschaft vor und unter uns – wie schön ist doch Oberschwaben!

Etwa 400 m entfernt von der Kirche liegt die Burgruine. Über eine gepflegte Rasenfläche, wo im Sommer Gottesdienst im Freien abgehalten wird, erreichten wir den Aussichtsturm. 65 steile, enge Stufen führen nach oben – und alle kamen mit! Die Aussicht von dort ist atemberaubend, an klaren Tagen kann man sogar das Ulmer Münster sehen (was uns allerdings nicht vergönnt war an diesem Tag).

Vor allem Schwester Antonilda war glücklich, hier oben zu stehen, war sie doch zum ersten (und auch letzten) Mal an Pfingsten des Jahres 1958, also vor 60 Jahren, mit ihrem Vetter auf dessen Motorrad hierhergefahren worden. Es existiert noch ein schwarz/weiß-Foto, das sie als junges Mädchen zeigt, und wir konnten den genauen Punkt auf der Plattform des Turmes ausfindig machen, wo sie damals stand.

Wieder zurück zur Kirche, dann kleiner Abstieg zum Café Schönblick, wo nicht nur Kaffee und exzellenter Kuchen auf uns wartete, sondern wiederum ein atemberaubender Ausblick!

Auch der schönste Ausflug geht einmal zu Ende – voll schöner Eindrücke ging die Fahrt in den drei Autos zurück nach Oberdischingen. Wir waren uns einig: So ein Ausflug – dann mit anderem Ziel – muss wiederholt werden!


Text + Fotos: Christel Fischer