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Verwurzelt in Gott – 60-jährige Professjubiläen in Laupheim

Drei Schwestern aus Laupheim feierten am Samstag, 8.September, mit einem Festgottesdienst ihr 60-jähriges Professjubiläum im Dreifaltigkeitskloster in Laupheim. Viele Schwestern, Verwandte, und Freunde waren teils von weit her gekommen, um gemeinsam zu danken und zu feiern.

Sr. Luzia Schmuki aus dem Provinzleitungsteam begrüßte den Hauptzelebranten, P. Gregor Brazerol OSB, Prior des Klosters Fischingen in der Schweiz, und die drei Konzelebranten P. Rudolf Holzgartner SVD, Pfarrer Franz Ladenburger und Pfarrer Franz Scheffold sowie alle Gäste der Jubilarinnen.

Der Weg der Jubilarinnen war geprägt von einer tiefen, vertrauensvollen Verwurzelung in Gott, so Sr. Luzia in ihrer Ansprache. Das kam auch im missionarischen Leben der Schwestern zum Ausdruck.

Sr. Adalgara Schnettler war Krankenschwester und Seelsorgerin in Haan und Wimbern. Sie brachte mit ihrem beruflichen Können und ihrer frohen Art den Menschen Heilung. Seit einigen Jahren erfreut sie die Schwestern in der Pflege in Laupheim.

Sr. Rosemarie Gartenmaier war Krankenschwester in Laupheim auf verschiedenen Stationen und in der Funktionspflege. In den 90er Jahren engagierte sie sich mit großer Intensität in der Begleitung von Aussiedlern.

Sr. Ademaris Sieber war Handarbeitslehrerin in der Schweiz. Ihre Liebe und Fähigkeit zu schöpferischem und kreativem Gestalten weckte sie auch in den Menschen, denen sie begegnete. Musik, Gesang und sorgfältige Liturgiegestaltung waren ihr sehr wichtig. Mit ihrem Bruder, der Priester in Sucre/Bolivien ist, ist sie im Gebet in Höhen und Tiefen verbunden.

Das Evangelium aus Mt 1 stellte Pater Gregor in seiner Predigt in den Gesamtzusammenhang des Matthäusevangeliums, in dem Jesus am Ende den Auftrag zur Mission in aller Welt gibt. Auch die Schwestern haben sich dem Auftrag gestellt. Wichtig ist, so Pater Georg, dass alle Geschichten, die sie erlebt haben, frohe und traurige, einen Platz haben, eingebettet sind in das große Ganze. Mit Maria gesprochen: „Mir geschehe nach deinem Wort“. Für das nächste Wegstück wünschte er den Jubilarinnen Zuversicht und Gelassenheit, die in Christus gründet.

Bei der anschließenden Erneuerung des Ordensgelübdes, das eine Erweiterung, Vertiefung und Konkretisierung der Taufe ist, lud Sr. Luzia Schmuki alle Anwesenden ein, den Freundschaftsbund mit Gott zu erneuern in Kirche und Welt.

Sr. Hildegard Ossege bedankte sich am Ende im Namen der Hausgemeinschaft und der Jubilarinnen bei den Mitbrüdern, die dazu beitrugen, dass die Wurzeln wieder neue Nahrung bekommen haben, bei Frau Tanner an der Orgel und beim Schwesternchor, der sich eigens zu diesem Anlass zusammengefunden hatte. Alle waren anschließend eingeladen im Saal des Klosters weiter zu feiern.

Text und Fotos: Gerlinde Wruck