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Drei Fragen an: Beate und Klemens Rodemann

Beate und Klemens Rodemann vom Kaiserstuhl sind schon über Jahre freundschaftlich mit unseren Schwestern verbunden - und waren doch immer getrieben von einer Sehnsucht nach Mehr. So werden sie nun am 27. Mai ihr Versprechen in der "Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionsschwestern" ablegen und sich damit noch enger an uns und unsere Spiritualität binden.

Wie habt ihr die Steyler Missionsschwestern kennengelernt?
Es begann alles mit der Kommunität in Bötzingen im Jahre 2002. Sr. Miriam, Sr. Olivia und Sr. Petra zogen in das Haus Inigo. Wir haben die drei Schwestern in unserer Pfarrei willkommen geheißen und sprachen eine Einladung zu uns nach Hause aus. Daraus entstand eine freundschaftliche Verbindung.
Schwestern wechselten in andere Kommunitäten und es kamen neue Schwestern an den Kaiserstuhl. Mit allen Schwestern pflegten wir ein freundschaftliches Verhältnis und wir unternahmen einiges zusammen (Ausflüge, Konzerte, Grillen im Garten usw.). Zwei Schwestern bereicherten über Jahre unseren Bibelhauskreis und am Sonntag trafen wir uns gemeinsam im Meditationsraum (Haus Inigo) zum Gebet. Wir pflegten tiefe Gespräche, das herzhafte Lachen durfte aber bei unseren Begegnungen nicht fehlen.
Im Jahre 2003 wurde das Fest der Völker und Kulturen in Bötzingen ausgerichtet, wo wir eifrig mithalfen. Bei diesem Fest trat Sr. Antonia in unser Leben und wer sie kennt, weiß, wie begeisterungsfähig und motivierend sie sein kann. Durch sie lernten wir das St. Theresienheim in Eriskirch-Moos kennen. Sr. Antonia lud uns immer wieder ein, an diversen Festen mit zu helfen, z.B. zum Fest der Völker und Kulturen, wo wir mit 1000 Gewinnen an einem Stand unseren Platz einnahmen, zum Rosenfest, wo wir mit dem Glücksrad den Besuchern eine Freude bereiteten, in der Fastenzeit, wo wir hunderte Osterhasen bemalten, im Herbst das Laub in der großen Außenanlage zusammen fegten usw. Es kamen weitere Anfragen aus den Kommunitäten in der Schweiz, Mainz und Steyl, wo wir hilfreich und mit Freude tätig waren.
Und so entstand in uns die Sehnsucht, nicht nur tatkräftig zu helfen und praktische Hilfe zu leisten, sondern auch den geistlich/spirituellen Weg der Steyler Missionsschwestern mitzugehen.

Was verbindet euch bis heute mit ihnen?
So erhielten wir im Jahre 2011 eine Einladung von Sr. Miriam und Sr. Gabriele nach Bötzingen zu einem ersten Treffen mit weiteren drei Personen, die auch die Sehnsucht in sich spürten, mit den Steyler Missionsschwestern einen gemeinsamen Weg zu gehen. Daraus entwickelte sich (nach jeweils zwei Treffen im Jahr, in verschiedenen Kommunitäten) die heutige Lebensgemeinschaft. Im Jahre 2016  legten vier Personen ihr Versprechen, als Lebensgemeinschaft mit den Schwestern und deren Spiritualität zu leben, in einem feierlichen Gottesdienst im Mutterhaus in Steyl vor der Provinzoberin Sr. Anna-Maria, den Schwestern und geladenen Gästen ab.
Am 27.05.2018 werden wir im Kloster Laupheim unser Versprechen, den begonnen Weg in der Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionarinnen weiterzugehen, ablegen.

Was wünscht ihr euch für eure Zukunft mit den Schwestern?
Wir wünschen uns, dass wir noch lange Jahre beweglich und gesund bleiben, um an verschiedenen Treffen und Aktivitäten der Lebensgemeinschaft und den Schwestern in den verschiedenen Kommunitäten teilnehmen zu können. Die Zukunft liegt in Gottes Hand und wir möchten versuchen, sie weiterhin dankbar anzunehmen, im Sinne der Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionarinnen, Dienerinnen des Heiligen Geistes.

Lebensgemeinschaft

Die Frauen und Männer der Lebensgemeinschaft sehen sich berufen, als "Steyler LaienmissionarInnen" mit uns zusammen die Liebe des dreifaltigen Gottes in ihrem Leben und Dienen sichtbar zu machen. Dazu binden sich durch ein Versprechen an unsere Gemeinschaft. Mehr

Zur Person

Beate Rodemann (62) und Klemens Rodemann (65), verheiratet seit 1975, zwei Töchter, zwei Schwiegersöhne, fünf Enkeltöchter zwischen drei und acht Jahren und einen Enkelsohn (1 Jahr), wohnhaft in der Weinbaugemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl.
Beate: Ich arbeite im Kath. Loretto-Krankenhaus Freiburg als Sekretärin. Seit 20 Jahren bringe ich mich ehrenamtlich als Betreuerin in der JVA Freiburg ein.
Klemens: Seit dem 01.02.18 genieße ich nach 50 Jahren Berufsleben mein Rentnerdasein. Ehrenamtlich aktiv bin ich in der kirchlichen Gemeindearbeit in unserer Seelsorgeeinheit. Weiterhin betreue ich noch eine alte Dame in Freiburg.
Wir beide gestalten Wort-Gottes-Feiern in unserer Gemeinde und auch in der JVA Freiburg. Immer wieder wird auch unser Einsatz in den Familien unserer Kinder benötigt.
Kraftquelle ist für uns die Teilnahme an den Meditationen im Haus Inigo in Bötzingen und unser Bibelhauskreis ebenso die Wanderungen und Radtouren in unserer herrlichen Natur.