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Drei Fragen an: Johannes Eschweiler

Johannes Eschweiler von der Stiftung Volksverein in Mönchengladbach ist seit vielen Jahren mit unseren Schwestern verbunden: freundschaftlich und engagiert. Die gemeinsame Wellenlänge im Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sorgt für immer neue gemeinsame Projekte und Initiativen. Von und mit unseren Schwestern erhofft er sich einen wesentlichen Beitrag zu den Veränderungen in der Kirche.

Wie haben Sie die Steyler Missionsschwestern kennengelernt?
Die Steyler Missionsschwestern habe ich am Kirchplatz in Mönchengladbach näher kennen- und schätzen gelernt. Da war zuerst Sr. Anna Damas und später Sr. Bettina Rupp, sowie ihre Mitschwestern. Es gab aber auch vorher Kontakte zu einzelnen Schwestern. Gut in Erinnerung ist mir Sr. Laetitia geblieben. Sie war bekannt dafür, dass sie Tag und Nacht zur Hilfe zur Verfügung stand und in letzter Not Unterkunft gewährte. Wenn nichts mehr ging, hieß es, dass Sr. Laetitia immer noch helfen kann.  
Als der verstorbene Pfarrer Edmund Erlemann dann auf die Idee kam, die Brandts Kapelle und das Aloysiusstift zu erwerben, haben wir das mit der Stiftung Volksverein gemacht. Insbesondere durch Sr. Bettina wurde dann, gemeinsam mit der Stiftung Volksverein, der TaK (Treffpunkt am Kapellchen) aufgebaut und mit den vielen Ehrenamtlichen zu dem gemacht, was er heute ist. Ein Ort der Begegnung, der Kultur und Bildung, des Spirituellen und Politischen. Immer aus der Perspektive der Armen, an ihrer Seite, aber auch mit vielen anderen Menschen auf Augenhöhe.
Mit der Renovierung und dem Ausbau des Aloysiusstifts (des TaK’s) haben wir als Stiftung Volksverein das Glück gehabt, dass die Steyler Missionsschwestern dann dauerhaft eine Gemeinschaft an diesem Ort angesiedelt haben und das Provinzialat der Steyler Missionsschwestern dort eine Heimat finden konnte.

Was verbindet Sie bis heute mit ihnen?

Mit Sr. Luzia Schmuki, der Nachfolgerin von Sr. Bettina im TaK, und ihren Mitschwestern verbindet mich nicht nur eine gute Zusammenarbeit und Kooperation, sondern ein freundschaftliches und herzliches Verhältnis. Dies Freundschaftliche und Herzliche macht auch den guten Geist im TaK aus.
Mindestens einmal pro Woche bin ich mit den Steyler Missionsschwestern im TaK zusammen. Dies zu Besprechungen, Gottesdiensten oder bei Angeboten der Begegnung und Bildung. Die Steyler Missionsschwestern haben eine klare Option für die Menschen am Rande, versuchen diese aber in Gemeinschaft zu bringen mit den Menschen, die etwas mit dem TaK oder der Brandts Kapelle zu tun haben wollen und aus anderen Schichten und Milieus kommen. Das gelingt und beeindruckt mich nachhaltig. Es sind die befreiungstheologischen Ansätze in der Arbeit und den Aktivitäten der Schwestern, die mich begeistern. Und das entspricht auch meinem Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft mit den Schwestern?
Ich wünsche mir für die Zukunft weiterhin eine gute Kooperation und freue mich immer wieder darüber, was an innovativen Projekten und Initiativen von den Steyler Missionsschwestern, jetzt auch z.B. in Frankfurt, entwickelt wird. Wo es möglich ist, unterstütze ich die Arbeit der Schwestern weiterhin und freue mich darüber, dass es immer wieder auch junge Frauen und Männer gibt, die den Orden unterstützen und in Mönchengladbach, im TaK, mitmachen oder sogar als junge Ordensschwestern den guten Geist des Ordens weitertragen.
Orden haben in der Kirchengeschichte zu wesentlichen Veränderungen der Kirche beigetragen. Von den Steyler Missionsschwestern, aber auch von allen Steyler Missionaren, erhoffe ich mir, dass auch sie dazu beitragen "das Gesicht der Kirche zu verändern".

Zur Person

Johannes Eschweiler ist Pastoralreferent, Betriebsseelsorger und Vorsitzender der Stiftung Volksverein.