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Drei Fragen an: Sr. Imelda Petersen

Sr. Imelda Petersen ist Schlehdorfer Dominikanerin und Mitglied der interkongregationalen JETZT-Gemeinschaft in München, zu der auch unsere Schwester Maria Illich gehört. Als Frauen und Männer aus drei verschiedenen Ordensgemeinschaften wollen sie neue Wege gehen und als Gemeinschaft nach Innen und Außen Frucht tragen.

Wie haben Sie die Steyler Missionsschwestern kennengelernt?
Die erste Steyler Missionsschwester traf ich 2009 als ich an dem 3-wöchigen Programm "Heilende Gemeinschaft" teilgenommen habe, bei dem Sr. Maria Illich, Steyler Missionsschwester, eines der Teammitglieder war, die den Kurs gegeben haben.
Doch nachdem das Pius-Kolleg, ein Zentrum der Steyler Missionare, in dem Sr. Maria damals lebte, im Jahr 2010 geschlossen wurde, bat Sr. Maria, die in München bleiben musste, uns, die Dominikanische Gemeinde von Johanneskolleg, ob sie sich uns anschließen könnte. Sie war bei uns sehr bald zu Hause und nahm aktiv an den verschiedenen Aufgaben wie Kochen, Liturgie usw. teil. Sie ist eine begeisterte Köchin! Ihr Hauptapostolat sollte jedoch weiterhin die Geistliche Begleitung, Bibliodrama und Beratung sein. Sie gab auch Exerzitien außerhalb von München und das führte dazu, dass sie weg von der Gemeinschaft war - was von uns Dominikanerinnen verstanden und akzeptiert wurde. Inzwischen leben wir als Gemeinschaft in einer noch gemischteren Form.

Wie sind Sie mit den Steyler Missionsschwestern bis heute verbunden?
Meine einzige Verbindung zu den Steyler Missionsschwestern ist gegenwärtig Sr. Maria. Mit ihr lebe ich seit acht Jahren zusammen. Hin und wieder kommt auch die ein oder andere Mitschwester zu Besuch. So lernte ich zum Beispiel auch Sr. Anna-Maria kennen, die an der Eröffnung unserer JETZT-Gemeinschaft 2012 als Provinzleiterin der Steyler Missionsschwestern teilnahm. In der JETZT-Gemeinschaft leben wir als Frauen und Männer dreier verschiedener Ordensgemeinschaften zusammen (Schlehdorfer Dominikanerinnen, Steyler Missionsschwestern und Steyler Missionare). Wir sind eine flexible Gemeinschaft und viel unterwegs. Dennoch teilen wir das Leben miteinander – sei es im Alltag und den dazugehörigen Aufgaben wie Liturgie und Küche, als auch im Austausch. An sechs Abenden in der Woche treffen wir uns zum gemeinsamen Tagesabschluss und -austausch.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft mit den Steyler Missionsschwestern?
Ich kann nur sagen, dass ich hoffe, dass unsere Jetzt-Gemeinschaft weiterhin bestehen bleibt und Sr. Maria als Steyler Missionsschwester in ihr. Die Möglichkeit des Zusammenlebens verschiedener Kongregationen - so wie wir sind - ist möglich und kann ein Zeichen der Hoffnung für die Kirche sein, da die Zahl der Berufungen weltweit drastisch abnimmt.


Lesen Sie mehr: Die JETZT-GEMEINSCHAFT

 

 

Zur Person

Ich wurde in Kapstadt/Südafrika geboren und bin seit 50 Jahren Mitglied der Schlehdorfer Dominikanerinnen. Meine Hauptaufgaben waren: unterrichten, Kommunion- und Firmvorbereitung. Im Alter von fünfzig Jahren habe ich auf einen Anruf in Quito/Ecuador reagiert, wo ich in einer Schule für arme Kinder Englisch unterrichtet habe. Hier verbrachte ich zehn Jahre und dann ein Jahr in Santa Cruz/Bolivien. Dies war eine herausfordernde, aber sehr bereichernde Erfahrung. 2006 wurde ich nach München gerufen, um unsere Dominikanische Gemeinschaft im Johanneskolleg zu verstärken. Zurzeit bin ich Mitglied der JETZT Gemeinschaft, die aus drei Missionsdominikanerinnen, einer Steyler Missionsschwester und zwei Steyler Missionaren besteht. Meine Hauptaufgabe ist die Administration in einem kleinen Studentenwohnheim der Franziskanerinnen Maria Stern. Leider ist dieses Haus Ende Juli für die Studierenden geschlossen worden und wir als JETZT Gemeinschaft müssen Ende September unser Zelt in einem anderen Wohngebiet aufschlagen.