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15.11.2016

Schwester Marianeldis nimmt die Auszeichung entgegen.

"Anders, seit du da bist"

Seit 55 Jahren engagiert sich Schwester Marianeldis in Taiwan für Menschen in Not. Dafür wurde sie jetzt mit dem "Goldenen Ruder" ausgezeichnet. Wir freuen uns mit ihr! Der folgende Text ist ein Bericht aus Taiwan, übersetzt von zwei unserer deutschen Schwestern vor Ort: Schwester Marianeldis selbst und Schwester Erlinda.

Wir freuen uns mit Sr. Marianeldis Loewe, die am 23. Oktober einen Goldenen Preis erhielt.

Eine bedeutende Hilfsorganisation in Taiwan feierte ihr 15-jähriges Bestehen. Sie nennt sich "Guan Hu" (Sorgen und Helfen). In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium war sie entstanden, um der Gesellschaft in der Bekämpfung von Jugendkriminalität zu helfen, die Arbeit von Jugendberatern zu unterstützen, wie auch die Bemühungen derer, die Jugendlichen nach Entlassung aus dem Gefängnis helfen, sich wieder in der Gesellschaft zu integrieren und angenommen zu werden.

Zur Feier des Jubiläums durften verschiedene Organisationen Personen vorschlagen, die sich in solcher Arbeit besonders verdient gemacht hatten, um ihnen eine öffentliche Ehrung zuteil werden zu lassen, und auch, um andere für solche freiwilligen Aufgaben zu inspirieren.

Der Direktor des Taipei Gefängnisses, in dem auch an Aids erkrankte Gefangene sind, und das Sr. Marianeldis regelmäßig besucht, schlug unsere Mitschwester für diese öffentliche Ehrung vor, nämlich für den Empfang des sogenannten Preises vom "Goldenen Ruder" (Goldener Navigator Preis).

Die Feier fand am 23. Oktober in Miaoli statt. Zusammen mit 14 anderen, die sich in verschiedener Weise verdient gemacht hatten, durfte Sr. Marianeldis den Preis in Empfang nehmen. Man dankte ihr besonders für ihren langjährigen Einsatz (55 Jahre) für Notleidende Menschen in Taiwan. Sr. Maryta Laumann hatte sie zur Feier begleitet.

Wir freuen uns mit Sr. Marianeldis, die sich seit 1962 unermüdlich um Menschen in Not kümmert, zuerst 12 Jahre in der St. Joseph’s Klinik in Hsinchu, mit besonderer Sorge für Familien in ärmeren Verhältnissen, dann in der Hafenstadt Keelung, wo sie neben der Arbeit in der Klinik regelmäßig Altenheime besuchte, und später in Fenchihu.

Im Jahre 2000, bereits im Pensionsalter, schloss sie sich als Freiwillige der Lourdes Hilfsorganisation für HIV/AIDS Infizierte an, und zwar in der Gefängnispastoral, wo sie beratend, aufmunternd, anteilnehmend und tabu-brechend diesen kranken Gefangenen durch persönliches Gutsein eine Ahnung von der Liebe Gottes zu geben versuchte.

Die Gefängnisverwaltung, die sie für den "Goldenen Ruder Preis" vorschlug, sagte ihr: "Du hast es verdient; die Atmosphäre im Gefängnis, bei den HIV/AIDS Gefangenen, ist eine andere geworden, seit du da bist!"

 

Veröffentlicht: 15.11.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS