Trigger
16.12.2017

Auf dem Weg sein

Eine Meditation im Advent - gemalt und geschrieben von Sr. Edith Maria Kuchenbecker SSpS.

Es ist Zeit! Auf, lasst uns gehen!

Sich aufmachen, auf dem Weg sein – das können Menschen gemeinsam tun, wie DU und ICH.

Auf dem Bild machen sich zwei Menschen auf den Weg. Im Dunkel der Nacht brechen sie gemeinsam auf und erblicken den Stern in der Ferne, der sie mit seiner Anziehungskraft fasziniert und in den Bann zieht. Schweigend gehen sie miteinander, um nichts zu überhören, was in der Ferne geschieht.

Sie haben nichts mitgenommen. Keinen Beutel, keinen Rucksack. Nur einen Wanderstab, und ein offenes, hörendes Herz.

Sie lassen sich führen vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe!

Der helle Stern leuchtet ihnen in der Nacht und zeigt den Weg. Ja, sie selbst werden vom Glanz des Sternes umleuchtet.

Die rechte Person – du, ich – hat ihren Blick auf den Stern gerichtet und schaut erwartungsvoll in die Ferne. Mag sie ahnen, wohin dieser Stern sie führt? Spürt sie, dass Gott im Kind auf sie wartet?

Die andere Person geht ganz in sich gekehrt, mit einer großen Sehnsucht im Herzen. Sie ist gewiss, dass heute, im Dunkel der Nacht, die Verheißung sich erfüllt. Dort, wo der strahlende Stern leuchtet.

Du, ich – auf dem Weg in Erwartung? Mit innerer Sehnsucht und Hoffnung, den zu finden, der uns verheißen ist? Gott im Kind!

Machen wir uns neu auf den Weg, und lassen wir uns von dem Stern des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe führen, damit wir Begegnung erfahren mit Gott, mit dem Kind in der Krippe. In uns selbst und in Menschen, die mit uns auf dem Weg sind.

Denn Christus will in DIR und MIR geboren werden. Durch DICH und MICH will sich Gott den Menschen offenbaren.


Text + Bild: Sr. Edith Maria Kuchenbecker SSpS