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10.06.2018

Die Schwestern Petra Lioba, Simone Petra, Gabriella und Anna-Maria bekräftigen ihr Gelübdeversprechen, das sie vor 25 und 50 Jahren erstmals gaben.

Aus der Tiefe – engagiert – geschwisterlich

Vier Schwestern feierten am 9. Juni ihr Silbernes und Goldenes Professjubiläum in Laupheim. Mit ihnen ließen sich auch alle Gäste und Mitschwestern mitreißen von der Freude und Dankbarkeit über das Geschenk der Berufung in unsere missionarische Ordensgemeinschaft.

Der Festgottesdienst begann für viele Gäste mit einem überraschten Blick über die Schulter: Mit Trommeln und Rufen setzte sich vor der Kapelle des Dreifaltigkeitsklosters eine Prozession in Bewegung. Ganz so wie in Indonesien, der Heimat unserer Silberjubilarin Sr. Maria Gabriella Nahak. Mit ihr zusammen blickte auch Sr. Anna-Maria Kofler, Provinzleiterin, auf 25 Jahre in den Ordensgelübden zurück. Ihre beiden Mitschwestern Sr. Petra Lioba Rimmele und Sr. Simone Petra Hanel hingegen feierten ihr 50-jähriges, also Goldenes Ordensjubiläum.

Aus der Tiefe, engagiert, geschwisterlich – so brachten die vier Jubilarinnen schon in ihrer Einladungskarte auf den Punkt, was das Ordensleben ihnen bedeutet. Engagiert haben sie sich in den vergangenen 25 und 50 Jahren an verschiedenen Orten dieser Welt: hier in Deutschland, in Indonesien, Japan, Botswana. Nie waren sie dabei alleine unterwegs, sondern in geschwisterlicher Gemeinschaft mit Mitschwestern, Mitbrüdern, engagierten Gleichgesinnten, Freunden, und in Verbundenheit mit der eigenen Familie. Und immer wieder durften sie dabei spüren, welche Fülle das Leben für sie bereithält, wenn sie es aus der Tiefe und Verbundenheit mit Gott leben.

Was für ein besonderes Geschenk es ist, Ordensleben ausgerechnet in einer missionarischen, interkulturellen Gemeinschaft zu leben, das wurde im Gottesdienst an vielen Stellen deutlich. So wurde die Feier – mal beschwingt, mal sanft, und immer festlich - musikalisch begleitet von einem Chor indonesischer Mitschwestern, Mitbrüder und Freunde. Zur Gabenbereitung begleiteten fünf junge Mädchen aus der Nachbarschaft des Klosters Laupheim in einem indonesischen Tanz die Gaben der Jubilarinnen mit an den Altar. Nicht nur Sr. Gabriellas indonesische Heimat bekam so ihren Platz in der Feier. Auch Sr. Simone Petra brachte ihr derzeitiges Zuhause in England mit nach Laupheim – durch die Anwesenheit der Leiterin der Region England/Irland, Sr. Sujata, und des Pfarrers ihrer Gemeinde in Birmingham, Fr. Kelly.

Der Steyler Mitbruder Hans Peters aus Goch, der zuvor die Exerzitien gehalten hatte, stand dem Gottesdienst vor. Die Predigt hielt indes der Steyler Missionar Ludwig Hauser, gebürtiger Schwabe, doch in Mödling/Österreich lebend. Auch der Hausgeistliche des Klosters, Pfarrer Scheffold, Pfarrer Mack aus Dellmensingen und Pater Cyrill, Redemptorist aus Indonesien, tätig in Bonn, feierten den Gottesdienst als Priester am Altar mit.

Bei anschließendem Mittagessen und Kaffee mit Programm wurde noch ausgiebig weitergefeiert – mit Tänzen, Liedern, Präsentationen und kreativen Grüßen der Schwestern aus der ganzen Dreifaltigkeitsprovinz.

Mit allem, was diesen Tag ausgefüllt hat, war das Jubiläum – ein Innehalten, dankbar werden, beschwingt weitergehen – nicht nur für die Jubilarinnen ein ganz besonderes Fest, sondern auch für alle, die sich mit ihnen gefreut und gefeiert haben. So geht es zurück in den Alltag - aus der Tiefe, engagiert und geschwisterlich.