Trigger
23.04.2019

Sr. Preethi beschert den Frauen und Kindern ein paar unbeschwerte Stunden

Den Worten Jesajas folgen

Die Gemeinschaft in Athen beschreibt in ihrem Osterbrief die schwierige Situation der Frauen und Kinder auf den Straßen und Flüchtlingsunterkünften. Als Dienerinnen des Heiligen Geistes gehen sie den Weg der Flüchtlinge mit

Christus ist auferstanden! Lasst uns dankbar sein für seinen unerschütterlichen Glauben an die Menschheit und seine immense Kraft. „Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.“ (Jes 43:19) Die Worte von Jesaja sind in unserer Situation hier so konkret und bringen jeden Tag ein wenig Hoffnung. 

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Europa kamen, nahm dramatisch zu und damit auch der Druck auf Regierungen und Gesellschaften, zu reagieren. Das was geschehen ist, stellt die europäischen Regeln und Vorschriften, die Werte des Humanismus in Frage, wenn sie mit der Massenflucht vor Leid und Tod konfrontiert werden. Was sind europäische Werte? Wie echt sind sie, wenn sie mit der heutigen Realität konfrontiert werden?

Das Leben hier in unserer Gemeinschaft geht sehr schnell, zusammen mit den Jesuiten und internationalen Freiwilligen der JRS und vielen Flüchtlingen; Gott segne Sie für all Ihre Unterstützung und Gebete. Jeden Tag kommen wir mit dem Herzen voller echter Geschichten nach Hause zurück und legen sie in die Hände des liebenden Vaters. Wir können zwei Teile der Realität in Athen sehen: einen mit der wahren Armut und einen anderen mit der Schönheit des Landes. Viele der Flüchtlinge fliehen aus den Lagern Lesbos und Samos und versuchen, in Athen ein Leben zu finden, um mehr Möglichkeiten zu finden. Leider befanden sich einige Flüchtlinge auf der Straße, nachdem sie viele Jahre hier festsaßen und von Drogen oder sexueller Ausbeutung abhängig wurden. Wie die Medien zeigen, ist die Situation nicht besser. 

Viele der Flüchtlinge haben sich entschieden, die Grenzen zu Fuß zu überqueren und riskierten dabei viele Male ihr Leben. Die Überlebenden brauchen medizinische Behandlung. Diejenigen, die in Lagern und Gruppen in Athen leben, werden sehr oft krank und bekommen Hautkrankheiten und andere medizinische Probleme. Sr. Preethi versteht die Farsi- und Urdu-Sprachen; das ist eine große Hilfe, um sich mit Familien und Kindern zu verständigen, die sehr oft allein herumwandern. Viele Menschen sitzen hier ohne Zukunftspläne und ohne Arbeit fest, sodass es für sie eine wichtige Integration in ihre neue Realität ist, wenn sie in unsere Tagesstätte kommen, um z .B. Griechisch, Englisch oder Französisch zu lernen, sich mit dem Computer zu beschäftigen und Unterstützung zu erhalten.

Wir versuchen als Dienerinnen des Heiligen Geistes mit vielen anderen Organisationen und Freiwilligen eine kleine positive Veränderung zu erreichen, um die Flüchtlinge zu unterstützen, die jetzt hier sind.  Sehr oft zeigen die Medien viele Männer, die nach Europa kommen, aber um ehrlich zu sein, sehen wir viele Frauen und Kinder, vor allem aus Afghanistan, dem Iran, Eritrea, Kamerun, dem Sudan und Syrien. Wir fühlen uns wirklich gesegnet, hier zu sein, ein echtes Ost-West-Treffen von Menschen. Wir möchten so gern unsere Dankbarkeit allen gegenüber ausdrücken, die uns geistlich und finanziell unterstützen.

Noch einmal wünschen wir Ihnen ein frohes Osterfest; dass Jesus immer in uns lebt. Wir feiern Ostern eine Woche nach Ihnen, weil wir in Griechenland dem orthodoxen Kirchenkalender folgen.

Mit lieben Grüßen und Gebeten,
Sr Ada, Preethi, Carmen und Ewa