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15.08.2016

Erkundungstour durch Steyl - auch via touch screen.

Der Gemeinschaft entgegen - den Kreis weiten

Was braucht es heute, wenn wir Steyler Missionsschwestern in Europa Gottes Ruf folgen wollen? Schwester Maria Cristina Avalos erinnerte uns in den vergangenen Tagen immer wieder daran. Es brauche „Offenheit, Flexibilität und Mitgefühl“, so unterstrich sie und untermalte es mit Gesten und einem Lachen.

Diese Offenheit und Flexibilität wurde bei unserer bunten Truppe von 25 Schwestern aus fünf verschiedenen Ländern spürbar. 20 von uns sind Junioratsschwestern und haben die Gelübde für je ein bis zwei Jahre abgelegt. Unser jährliches Treffen bestärkt uns auf unserem gemeinsamen Weg und lässt Gemeinschaft wachsen. Zur Vorbereitung auf die ewigen Gelübde, die nach etwa sechs bis neun Jahren abgelegt werden, verabschiedeten wir zwei Schwestern. Sie möchten sich im kommenden Jahr für immer an Gott und die Gemeinschaft der Steyler Missionsschwestern binden.

Auf den Spuren der Gründergeneration der Steyler Ordensfamilie führte uns unser Weg durch Steyl, Goch, Kevelaer und Issum. Für die meisten Schwestern war es ihr erster Besuch. Viele waren bewegt von den Orten, an denen Arnold Janssen, Mutter Josefa und Mutter Maria gelebt, gewirkt und gebetet haben.

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Sr. Maria Cristina Avalos half uns die Leitlinien des letzten Generalkapitels besser zu verstehen und zu verinnerlichen. Die Leitlinien geben die Richtung vor, in die wir als Gemeinschaft weltweit unterwegs sein wollen. Ausgehend vom Gleichnis des barmherzigen Samariters blickten wir auf die Not unserer Zeit und auf die Tradition und Spiritualität von uns Steyler Missionsschwestern: so wollen wir uns aufmachen, der Gemeinschaft entgegen, den Kreis weiten. Indem wir unsere Häuser und Herzen öffnen, wollen wir mit anderen Menschen Gemeinschaft leben und dabei besonders diejenigen in den Blick nehmen, die ausgegrenzt oder übersehen werden. Wir sind aufgerufen, mit Leidenschaft und Mitgefühl für und mit den Menschen zu leben und dabei miteinander zu entdecken, was Arnold Janssen folgendermaßen ausdrückte: „Weil Gott Mensch wurde, führen alle Wege zu Gott immer über Menschen.“

Sr. Maria Müller SSpS

 

Veröffentlicht: 15.08.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS